Am Montag läuft die Frist ab: Gemeinde Titz beantragt Fördergelder bei der Landesregierung

Am Montag läuft die Frist ab : Gemeinde Titz beantragt Fördergelder bei der Landesregierung

Am Montag läuft die Frist ab. Bis zum 30. September muss die Gemeinde Titz ihren Antrag auf Fördergelder in Richtung Landesregierung abgeschickt haben. Der Ausschuss für Gemeinde- und Strukturentwicklung hat den Antrag für drei Projekte in der vergangenen Woche beschlossen.

Am Donnerstag soll der Rat, der ab 19 Uhr in öffentlicher Sitzung im Bürgersaal tagt, die Anträge verabschieden.

Konkret geht es um Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm NRW. Einzelne Projekte bis zu einer Fördersumme von 250.000 Euro werden mit 65 Prozent vom Land bezuschusst. Titz plant, einen dreigeteilten Antrag in Düsseldorf einzureichen, der aus der Umgestaltung der Alten Schule Rödingen, dem sogenannten Gassenprogramm für Titz und der Aufwertung des Multifunktionsplatzes in Hasselsweiler besteht. Das erklärte der Beigeordnete Stephan Muckel in der Sitzung. Vor zwei Jahren hatte die Gemeinde im Rahmen ihres Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) die Bürger nach Ideen befragt, um die Landgemeinde zu verbessern. Die drei Punkte tauchten dabei in der To-do-Liste auf. „Wir sind froh, dass wir diese drei Punkte im Programm haben“, signalisierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Fred Schüller die Zustimmung seiner Partei. Die anderen Fraktionen teilten die Ansicht.

Schwerpunkt ist die Alte Schule, denn dieser Punkt soll im Antrag nochmals in drei Unterpunkte aufgegliedert werden. So erhofft sich die Verwaltung eine möglichst hohe Fördersumme. So soll das Bestandsgebäude barrierefrei gemacht werden. Es wird teils schon als Heimat für Vereine und Verbände genutzt, soll in dieser Funktion ausgebaut werden und Räume für kleinere Versammlungen und Veranstaltungen bieten.

Teil zwei ist die geplante Multifunktionshalle, die Heimat für größere Veranstaltungen wie beispielsweise Schützenfeste werden soll. Kurzfristig prüfen wolle die Verwaltung laut Muckel, ob für die Halle Mittel aus einem neu aufgelegten Förderprogramm für Sporthallen abgerufen werden können. „Wir haben zwar die Rückmeldung von der Bezirksregierung, dass unser Projekt dafür möglicherweise nicht infrage kommt. Aber wir wollen das trotzdem prüfen“, sagte Muckel. Das neue Programm ermögliche einen Förderrahmen von bis zu 500.000 Euro. Die Verwaltung wolle zweigleisig fahren und wenigsten die zu 65 Prozent geförderten 250.000 Euro für den Hallenbau beantragen.

Multifunktionale Plätze

Als dritter Teilaspekt der Alten Schule Rödingen soll das Außengelände aufgearbeitet werden, und zwar multifunktional. Es solle als Spielfläche, Veranstaltungsgelände oder in Teilen auch als Parkplatz nutzbar sein. Ähnlich multifunktional stellt sich die Verwaltung auch den Dorfplatz in Hasselsweiler vor. „Der Platz wird immer mehr genutzt“, schilderte Muckel, dass ein Bedarf feststellbar sei.

Für Titz, das offenbar von vielen kleineren Gassen durchzogen ist, soll ein sogenanntes Gassenprogramm aufgelegt werden. Viele dieser Gassen seien entlang der im 16. Jahrhundert geschliffenen Stadtmauer verlaufen. „Wir wollen sie zurück in die Erinnerung holen“, sagte Muckel. Das solle mit einer Aufwertung der Gassen geschehen, zudem solle mit Piktogrammen die Geschichte erzählt werden. „Wir würden uns riesig freuen, wenn die Förderanträge zum Erfolg führen“, sagte Robert Holzportz für die CDU. „Dann müssen wir auch schauen, dass wir den Eigenanteil an den Projekten gestemmt kriegen“, verwies er darauf, dass im Dorferneuerungsprogramm 65 Prozent gefördert werden.

Weitere Tagesordnungspunkte der Ratssitzung sind Hausordnung und Gebührensatzung für Unterkünfte für Flüchtlinge und Obdachlose, das Umstellen auf die blaue Tonne, der Haushaltsabschluss 2018 und die Rolle der vom Tagebau betroffenen Kommunen im Strukturwandel.