Finale der Deutschen Blechroller Meisterschaft in Titz-Müntz

Finale der Deutschen Meisterschaft : Blechroller mit Beschleunigung satt

Adrenalin und Schnelligkeit waren am Samstag angesagt. Auf der Landstraße zwischen Müntz und Hottorf fanden vergangenes Wochenende die finalen Wertungsläufe der Deutschen Blechroller Meisterschaft (DBM) in der Saison 2019 statt.

Ein Rennen, bei dem überwiegend Schaltroller der Hersteller Vespa und Lambretta gefahren wurden. Der Jülicher Scooter Club „Atomic Bridgeheads“ und der in ganz NRW verbreitete „Sanctimonious SC“ waren dabei die Veranstalter des Events.

In sieben verschiedenen Rennklassen nahmen insgesamt etwa 30 Fahrer mit 45 Fahrzeugen teil. In einer achten Klasse, genannt „Best of all“, traten nochmals die sieben Erstplatzierten der einzelnen Klassen an. Auch eine Sonderklasse für Historische Vespa-Roller bis Baujahr 1959 wurde angeboten. Für dieses Ereignis nahmen Teilnehmer aus ganz Deutschland extra den Weg bis nach Müntz auf sich. Kurz vor dem Beginn des Rennens am Samstag schraubten die Hobbytüftler noch kräftig an den Rollern herum.

„Wie eine Familie“

Die meisten Teilnehmer haben ihre Fahrzeuge selbst getunt und Spaß am Bau der Maschinen. Dabei ist Hilfe untereinander selbstverständlich. „Natürlich sind die Rennen selbst der Grund, warum wir hier sind, aber die Gemeinschaft ist der größte Reiz. Das ist hier wie eine Familie“, erklärte Teilnehmer Alex Bonald aus Berlin, der schon seit etwa 30 Jahren von diesem Rennsport begeistert ist.

Eine Strecke von einer Achtelmeile mussten die Fahrer im Doppel-K.O.-System so schnell wie möglich zurücklegen. Aus Sicherheitsgründen war die Strecke nur so kurz. Viele Fahrer kamen dennoch auf Höchstwerte von etwa 140 km/h.

Eine richtige Strategie zu verfolgen ist allerdings schwierig, da viel von den Maschinen abhängt. Dennoch können Teilnehmer manche Faktoren für ein erfolgreiches Blechrollerrennen beeinflussen: „Beim Start musst du so schnell wie möglich wegkommen. Bei einer so kurzen Distanz ist der Start das halbe Rennen“, verrät Mitorganisator André Scholz. Das Roller-Event lockte Gäste von jung bis alt auf die Landstraße, die meisten gut vorbereitet mit Klappstühlen und Getränken. Die Atmosphäre war locker und vertraut und so fuhren in Pausen zwischen den Rennen nicht nur Mofafahrer gegeneinander, sondern auch zwei kleine Nachwuchstalente durften die Rennstrecke mit ihren Cityrollern testen.

Erste Plätze in den unterschiedlichen Klassen belegten Veit Lübel, Tim Große-Baukman, Frank Schiemer, Alex Bonald, Daniel Niehaus und Jesco Schmidt. Bei der DBM darf im Prinzip jeder mitmachen, der sich online in der Datenbank registriert hat und die vorgegebenen Schutzrichtlinien beachtet. Wer einen normalen Straßenroller besitzt, kann außerdem an der „Streetracer“-Klasse teilnehmen und so in den speziellen Rennsport hinein schnuppern.