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Landgemeinde Titz: Drei Heimatpreise und ein Sonderfall

Landgemeinde Titz : Drei Heimatpreise und ein Sonderfall

Die Landgemeinde Titz teilt ihren Heimatpreis auf drei Projekte auf. Ein vierter Bewerber bekommt statt einer Auszeichnung eine Sonderzuwendung.

Drei Initiativen werden mit dem Heimatpreis der Landgemeinde Titz ausgezeichnet. Das Preisgeld von 5000 Euro wird auf die Ausgezeichneten aufgeteilt. Das hat der Rat der Gemeinde in seiner vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen.

Geehrt werden die Nachbarschaft von-Kleist-Straße für die Herrichtung eines verwilderten Grundstücks als Wildblumenwiese und Treffpunkt, die Nachbarschaft Poststraße/Kreuzstraße in Hasselsweiler für ein Naturraumprojekt und die St. Sebastianus-Schützenbrüderschaft Rödingen für ihr Engagement während der Pandemie.

Gefördert wird der Preis aus dem Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen“ des Landes. Bereits 2018 hat der Gemeinderat sich darauf geeinigt, Preis und Preisgeld bei bis zu drei Bewerbern aufzuteilen, „um keine Wertung vornehmen zu müssen“. Werden mehr Projekte vorgeschlagen, muss der Rat entscheiden, welche ehrenamtlich entstandenen Projekte besonders eng im „Heimat“-Kontext stehen und unter anderem nachhaltig und zukunftsweisend sind.

In diesem Jahr hat die Titzer Politik sich dazu entschlossen, einem vierten Bewerber auf anderem Weg Anerkennung zuteil werden zu lassen. Die Privatinitiative „Flüchtlingshilfe Ukraine – Willkommen in der Landgemeinde Titz“ erhält eine gemeindliche Zuwendung von 2000 Euro. Dem entsprechenden Vorschlag der CDU-Fraktion war der Rat nach kurzer Beratung einstimmig gefolgt. Den Ehrenamtlichen soll so Anerkennung für ihr bürgerschaftliches Engagement zuteil werden. Das Geld soll die Kosten für die bislang privat finanzierten Aktivitäten decken und wird außerplanmäßig zur Verfügung gestellt.

Die Mitglieder der Initiative unterstützen – neben den Mitarbeitern des DRK, das die Unterkunft unterhält – die Integration der Menschen aus der Ukraine, die in der Bürgerhalle Müntz untergebracht sind. Sie „zeigen Mitmenschlichkeit in ihrem engeren Wohnumfeld und demonstrieren in vorbildlicher Weise, wie Flüchtlingsbetreuung vor Ort auch dann praktiziert werden kann, wenn mit der Unterbringung zahlreicher Menschen eine dörfliche Gemeinschaftseinrichtung vorübergehend für ihren eigentlichen Zweck nicht zur Verfügung steht und damit notgedrungen Belastungen des kulturellen Lebens einhergehen“, heißt es in der Vorschlagsbegründung der CDU.

(kt)