Titz sucht einen passenden Fördertopf

„Alte Schule“ in Rödingen : Landgemeinde sucht passenden Fördertopf

Dass die „Alte Schule“ in Rödingen in ein Dorfgemeinschaftshaus umgewandelt werden soll, ist der Wunsch der politischen Entscheidungsträger der Gemeinde Titz, des Bürgervereins „Alte Schule Rödingen (Träger), sowie der beiden potentiellen Hauptnutzer, der KG Rot-Gold Rödingen-Höllen und der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Rödingen sowie letztlich der Mehrheit der Rödinger Bürger.

Zur Finanzierung der aufwändigen Umbaumaßnahmen beabsichtigte der Gemeinderat im Rahmen des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) der Landgemeinde den Antrag zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm 2019. Bei Bewilligung wäre mit einer Förderung des Projekts von bis zu 90 Prozent zu rechnen gewesen.

In einem Beratungsgespräch mit Vertretern der Bezirksregierung Köln zur Förderfähigkeit stellten diese jedoch fest, dass das Titzer IKEK die Voraussetzungen nicht erfülle. Zudem sei der Fördertopf mit Priorität auf urbanen Ballungszentren bereits mehrfach überzeichnet, berichtete Beigeordneter Stephan Muckel.

Da ein weiteres Vorgehen in dieser Richtung nicht empfehlenswert ist, beschloss der Gemeinderat, Fördermittel im Rahmen des Programms zur „Dorferneuerung“ anzustreben. Hier erfüllt das Projekt „Alte Schule Rödingen“ alle notwendigen Voraussetzungen, die erreichbare Förderquote beträgt 65 Prozent. Um eine größtmögliche Förderung zu erreichen, wird das Konzept in Abstimmung mit dem Fördermittelgeber auf ein bis drei sinnhafte (Teil) Projekte verteilt.

Nach Abstimmung des Konzeptes mit dem zuständigen Ministerium für Heimat, Kommunales und Gleichstellung sowie einem Planungsgespräch mit Vertretern des Ministeriums und der Bezirksregierung – angedacht ist der Frühsommer – plant der Gemeinderat die Einreichung des Projekts (Frist 30. September) für das Programmjahr zur Dorferneuerung 2020.

(jago)
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