Titz: Friedhofspflege erfolgt demnächst besonders leise

Erster Streetscooter der Gemeinde Titz : Friedhofspflege erfolgt demnächst besonders leise

In Bauhof-Orange lackiert prangte der neue Streetscooter am Donnerstag vor dem Rathaus der Landgemeinde Titz. Zur Übergabe waren auch Michael Stangel und Walfried Heinen von Innogy SE gekommen, die neben dem Land NRW die Anschaffung des umweltfreundlichen E-Transporters gefördert hat, der seinen Sonderaufbau im Heck in drei Richtungen abkippen kann.

Das Energieunternehmen wollte als Partner der Gemeinde etwas in die Zukunft gerichtetes tun, als bei deren Bauhof ein Kipper das Ende seines Fahrzeuglebens erreicht hatte. So fiel der Entschluss, mit dem neuen Bauhoffahrzeug in die Elektromobilität einzusteigen. Somit wird der Titzer Bauhof künftig einen Teil seiner Arbeiten energieeffizient und emissionsfrei erledigen. Sinnigerweise soll das Elektro-Mobil vorzugsweise bei der Friedhofspflege eingesetzt werden, wo es stets pietätvolle Ruhe wahrt.

Bürgermeister Jürgen Frantzen und Michael Biermanns aus der Gemeindeverwaltung sind optimistisch, dass der Bauhof mit der Reichweite von 205 Kilometern zurecht kommt, bevor der Kleintransporter neuen Strom tanken muss. Bislang kommt der noch aus der normalen Haushaltssteckdose, denn die „Wallbox“, die den Fahrzeugakku mit Starkstrom erheblich schneller läd, ist zwar bestellt, wird aber nach Worten Biermanns noch durch Lieferschwierigkeiten gebremst.

Beim geplanten Neubau von Bauhof und Feuerwehrgerätehaus sind, wie Bürgermeister Frantzen ergänzt, auch Solarmodule vorgesehen, so dass der Bauhof dann sogar selbst produzierten grünen Strom tanken könnte. Das neue Gefährt, das der Bauhof am Donnerstag in Betrieb nahm, hat auch bereits die Aufmerksamkeit des Titzer Jugendparlaments erregt. Die jungen Leute wollen und werden mit dem Streetscooter am nächsten Nachtzug in Müntz teilnehmen.

(ahw)
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