1. Lokales
  2. Jülich

Jülich/Hoengen: Tischtennis: SIG-Team darf träumen

Jülich/Hoengen : Tischtennis: SIG-Team darf träumen

Die „unlösbaren Aufgaben” sind es, die Sport-Legenden begründen.

Von daher könnte die SIG Combibloc Jülich/Hoengen am Sonntag im letzten Heimspiel des Jahres Geschichte schreiben.

Es spricht praktisch nichts für den Gewinn auch nur eines Punktes der Fusionierten gegen den TTC Zugbrücke Grenzau. Aber Träumen ist erlaubt: Minimalchancen auf ein Remis rechnen sich Keen & Co. gegen die Übermannschaft dieser Saison insgeheim aus, denn nach langer Liga-Pause sind die Karten neu gemischt.

Krasser Außenseiter

Trotz der ungewöhnlichen krassen Außenseiterstellung dürften die Fans in die Jülicher Nordhalle strömen (Aufschlag am Sonntag um 17 Uhr). Das ist womöglich die letzte Chance dieser Spielzeit, den künftigen Meister zu sehen - oder einer Sensation beizuwohnen.

Im Vorfeld beschränken sich die Verantwortlichen bei SIG Combibloc entsprechend auf bessere Durchhalteparolen. „Wir machen es denen so schwer wie möglich. Zu Hause sind wir immer ein bisschen besser. Mit einer Leistung wie gegen Gönnern ist vielleicht etwas zu holen”, blickt Ehrenpräsident Arnold Beginn auf die Partie.

Abergläubischer Boss

Der „Boss” gibt sich zudem abergläubisch: „Da ich nicht dabei bin, werden wir bestimmt gewinnen. Das war in dieser Saison immer so.” Beginn kuriert auf Mallorca die Folgen einer Erkrankung aus.

Ungewiss ist die Form von Trinko Keen und Philippe Saive, die sich vergeblich durch die Olympia-Qualifikation quälten und ohnehin in dieser Saison nicht von Erfolg verwöhnt sind. „Wir werden sehen, wie sie das verkraftet haben. Der Gegner, der in sieben Spielen sieben Mal gewonnen hat, kommt auf jeden Fall sehr selbstsicher zu uns und hat keinen Schwachpunkt. Unter Umständen ist Grenzau auch zu selbstsicher”, hofft der Ehrenpräsident.

Möglichkeiten im Doppel

Teamchef Christian Dreher baut auf die Konstanten in seinem Team, Lars Hielscher und vor allem Tomasz Krzeszewski, sieht außerdem Möglichkeiten auf einen Punkt im Doppel. Der Pole im SIG-Trikot bestreitet gegen Chen Zhibin übrigens das Duell um die Vormachtstellung im unteren Paarkreuz. Die beiden „Zelluloid-Künstler” rangieren derzeit punktgleich auf Platz 1.

Fakt ist, dass Jülich/Hoengen im besten Sinne ohne Druck aufspielen kann. Eine Niederlage wäre keine Katastrophe, ein Zähler nur willkommene Hilfestellung auf dem Weg ins Play-off.