Jülich: Tischtennis: Gelingt dem TTC Jülich die nächste Pokalsensation?

Jülich: Tischtennis: Gelingt dem TTC Jülich die nächste Pokalsensation?

Das Pokal-Finale kurz vor Weihnachten in der Esperantohalle Fulda war im vergangenen Jahr ein schönes Extra für Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich, der am Freitagbend versucht, erneut das Viertelfinale der Deutschen Pokalmeisterschaft zu erreichen.

Notwendig dazu ist ein Sieg gegen Bundesligist TTC Schwalbe Bergneustadt, der am Freitag um 19 Uhr in der Nordhalle an der Berliner Straße antritt. „Alle freuen sich“, sagt Jülichs Trainer Miro Broda vor der schier unlösbaren Aufgabe, denn „wir haben nichts zu verlieren“.

Das sah am vergangenen Sonntag beim TTC Frickenhausen noch anders aus, als die Indeländer beim Stand von 5:2 noch wie der sichere Sieger aussahen. Als bei den Herzogstädtern — den Erfolg vor Augen — jedoch die Konzentration nachließ, holten die Gastgeber Punkt um Punkt auf und witterten Morgenluft. „Da haben wir einen Punkt gelassen“, ordnet Coach Broda das 5:5 beim ehemaligen Bundesligisten als „gefühlte Niederlage“ ein.

Solche Nachlässigkeiten sind am Freitagabend nicht zu erwarten, denn die Rollen sind klar verteilt: Bergneustadt ist haushoher Favorit, der heimische TTC kann den Favoriten aber ärgern oder sogar die Pokalsensation schaffen, wenn ein Heimsieg gelingt. „Jeder Punkt ist schön“, stapelt Trainer Broda bewusst tief, denn er weiß, dass sein Team schon einen „Sahnetag“ erwischen muss, an dem alles klappt, um den Bundesligisten aus dem Feld zu schlagen.

Nachdem der TTC Schwalbe Bergneustadt im Auftaktspiel gegen Grenzau einen 3:1-Erfolg gefeiert hatte, setzte es vergangenen Sonntag eine 0:3-Niederlage in Fulda. Mit Steffen Mengel, Benedikt Duda und Ricardo Walther haben die Gäste drei junge deutsche Nationalspieler in ihren Reihen. Insbesondere der Ex-Jülicher Walther, der Ende des Monats mit der Nationalmannschaft an der Europameisterschaft im russischen Jekatarinenburg teilnimmt, dürfte motiviert sein, an alter Wirkungsstätte seine sportlichen Fortschritte zu demonstrieren, die ihn in der Weltrangliste auf Platz 102 geführt haben.

Dieser sportlichen Vormachtstellung möchte TTC-Trainer Broda mit einer speziellen Aufstellung und dem Rückhalt der eigenen Fans begegnen, die in der Nordhalle eine ganz spezielle Atmosphäre schaffen sollen. Die Gastgeber müssen wie in der Pokal-Vorrunde auf Hermann Mühlbach verzichten, so dass es Lauric Jean, Yoshihiro Ozawa und Ewout Oostwouder allein in der Hand haben, ob den Indeländern eine weitere Pokalsensation gelingt.

(ahw)
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