Tischtennis-Bundesliga in Jülich: Die fleißigen Helfer des TTC Indeland

Stille Helden beim Tischtennis-Bundesligisten : Die fleißigen Helfer des TTC Indeland

Dass die Nordhalle zum Saisonstart der Bundesligisten TTC indeland Jülich bestens präpariert ist, liegt in den Händen eines zehnköpfigen Helferteams, das vor jedem Heimspiel in Aktion tritt.

Bevor die ersten Bälle über den Spieltisch fliegen, spucken die Helfer kräftig in die Hände. Es gilt, nach einem ausgeklügelten Plan den Hallenboden zu verlegen, den Spieltisch und die Schiedsrichtertische zu platzieren, die Banden nach Vorgaben zu installieren, die Halle zu bestuhlen und Werbebanner anzubringen. Gleichzeitig wird die Cafeteria aufgebaut.

Die meiste Arbeit macht der Hallenboden, der muss Zentimeter genau angepasst und verklebt werden. „Da müssen alle mit anpacken. Bei uns weiß aber jeder genau, was er wann und wie zu machen hat“, erklärt Patrick Küven, der schon lange Jahre beim Aufbau hilft und für den IT-Bereich in der Halle zuständig ist. Er hat gerade eine Kamera in 4,5 Meter Höhe installiert, die das Spielgeschehen aufzeichnet. Hinzu kommt eine Slow motion-Kamera. Auf einem 75 Zoll Bildschirm sind Zeitlupenaufnahmen und Informationen über die laufende Spielpaarungen zu sehen. Darüber hinaus ist er für den Liveticker während der Bundesligaspiele in der Halle verantwortlich.

Das die ganze Gruppe natürlich vom Tischtennisvirus befallen ist, versteht sich von selbst. Und so arbeiten auch alle ehrenamtlich. „Ich bin durch meinen Opa zum Tischtennis und auch zum Ehrenamt gekommen. Mein Vater ist Präsident des Vereins. Wenn man das so vorgelebt bekommt, fällt es einem leichter, im Verein mitzuhelfen“, sagt Küven. Mit acht Jahren ist der heute 30-jährige dem Verein beigetreten. Erst kürzlich wurde er für sein 1000tes Spiel ausgezeichnet. Rund zweieinhalb Stunden dauert es bis die Halle tip-top vorbereitet ist, selbst Trainer Miro Broda schaute vor dem ersten Heimspiel vorbei und half kräftig mit.

In luftiger Höhe bringt Patrick Kueven eine Kamera an. Foto: Gerda Krol/G. Krol
(kr)