Jülich: Tiertafel sucht ein Ladenlokal

Jülich: Tiertafel sucht ein Ladenlokal

Fast jede deutsche Großstadt hat eine; aber nicht nur die. Herzogenrath oder Bergheim beispielsweise haben auch eine - Tiertafel nämlich. Und in Jülich sollte es auch eine geben. Das meint Irene Launer-Hill, Gründerin des Vereins Soziale Arbeit für Mensch und Tier, SAMT. An den Grundfesten einer solchen Tiertafel fehlts allerdings noch.

„Wir suchen dringend einen netten, tierfreundlichen Menschen, der uns einen oder anderthalb Räume zur Verfügung stellt.” 20 Quadratmeter sollten es mindestens sein. Zur Lagerung von Futter natürlich, aber auch um Bewegungsfreiheit zu haben. „Da muss man ja auch Hunde empfangen können.”

Heizung sollte nach Möglichkeit auch vorhanden sein, fließend Wasser natürlich ebenfalls und Parkplätze in der Nähe. Ganz wichtig: Die Nachbarschaft müsste der Tiertafel gewogen sein. „Es ist uns eigentliche egal, ob der Raum im Gewerbegebiet liegt oder relativ zentral”, knüpft Irene Launer-Hill nur eine Bedingung an: „Er müsste erst mal in Jülich-Stadt sein, nicht auf den Dörfern.”

Mit der Idee Tiertafel trägt sich die SAMT-Gründerin schon länger, denn die Notwendigkeit wird immer offenkundiger. Die Parallelen zur Tafel für Menschen liegen auf der Hand. Ein Tier zu ernähren, kostet Geld, das mancher Hartz-IV-Empfänger oder Einkommensschwacher sich wortwörtlich vom Munde absparen muss. „Viele Leute müssen ihre Tiere abgeben, weil das Spezialfutter zu teuer ist”, schildert Irene Launer-Hill.