Siersdorf: Theater: „Frauenpower“ mischt Männerwelt auf

Siersdorf : Theater: „Frauenpower“ mischt Männerwelt auf

Sozusagen zum Auftakt der NRW-Wahlen hatte auch der Siersdorfer Theaterverein „Einigkeit“ als Einspielung mit dem Lustspiel „Frauenpower“ das aktuelle Thema aufgegriffen. Hier ging es allerdings vorherrschend darum, die Dominanz der Männerwelt im Gemeinderat mit einer weiblichen Liste erstmals zu brechen: „Wir sind klüger, besser, schlauer — deshalb wählt die Frauenpower!“

Mit einem nicht alltäglichen Wahlprogramm, das gravierende Einschnitte in die „heile Männerwelt“ vorsieht, findet die Frauenliste vor allem bei den weiblichen Wählerinnen große Zustimmung. Ein Grund, der plötzlich die Männerdomäne aufschreckt. Nun gilt es, die resoluten „Emanzen“ in ihrem Wahlkampf zu bremsen. Bevor allerdings die Wahlen stattfinden, müssen von den Männern vor allem noch einige entlarvende Hindernisse beseitigt werden.

Diese sogenannte „Vorgeschichte“ ist auch der eigentliche Inhalt einer unterhaltsamen Story, in der zwölf Darsteller in ihren eigentlichen Charakteren einen sowohl unterhaltsamen wie auch begeisternden Zuspruch fanden.

Da gab es allen voran einen aufgebrachten Bürgermeister Gscheidle (Josef Dziatzko) als Wortführer auf der Männerseite und die streitbare Kunigunde Schlotterbeck (Ute Dziatzko) in der Frauenriege. Hinzu kamen bei den Männern ein Brauereibesitzer (Patrick Koenigs), der Gastwirt der Ratsstube (Bodo Keuter), Pantoffelheld Hering (Norbert Nadarzinski), Metzgermeister Schmitz (August Scharf) und Gemeindeinspektor Hannes Klug (Gino Keuter). In der Frauenliste agierten Feinkostladenbesitzerin Emma Hering (Rita Hilgers), Bardame Marylin (Claudia Funken), Moralapostelin Gisela Fromm (Monika Keusch), Gerda Scharf (Carmen Keuter), und Bürgermeister-Tochter Gscheidle (Leonie Prinz).

Als Vorstandssprecher des Siersdorfer Theatervereins „Einigkeit“ konnte Norbert Nadarzinski den stellvertretenden Bürgermeister Dieter Drehsen, Ortsbürgermeister Franz-Josef Errens und liebe Gäste von der Heimatbühne Bardenberg begrüßen. Nadarzinski verwies bei dieser Gelegenheit auf 2017 als ein bedeutsames Jahr für den Theaterverein, der seit seiner Gründung 1882 auf 135 Jahre zurückblicken kann. Mit insgesamt 36 Aufführungen seit dem 100-jährigen Bestehen kann die Laienspielervereinigung zudem auf eine beachtenswerte Statistik verweisen.

Als „Menschen, ohne die gar nichts läuft“ nannte Nadarzinski die Spielleiterin Silvia Schlenter, Souffleuse Ruth Leese, Spielerbetreuerin Tinni Römer, die Bühnengestalter Jürgen Schlenter, Patrick Koenigs, Hubert Römer und Bodo Keuter, die Techniker Martin Ohlenforst, Requisiteurin Claudia Funken und Aufführungs-Assistentin Liesel Koenigs.

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