Aldenhoven: „Teilen hilft Helfen“ heißt es seit 40 Jahren bei der Martinusaktion

Aldenhoven: „Teilen hilft Helfen“ heißt es seit 40 Jahren bei der Martinusaktion

- Seit nunmehr 40 Jahren teilt man in Aldenhoven mit den Armen in der Welt, getreu dem Vorbild des hl. Martin. „Teilen hilft Helfen“, so lautet das Jubiläumsmotto der Martinusaktion 2014. Während in den verflossenen 40 Jahren konkrete Projekte in der Dritten Welt das Ziel der Hilfen waren, sollen sie in diesem Jahr dorthin gesandt werden, wo sie seinerzeit Früchte getragen haben und noch fortgesetzt werden.

Deshalb riefen Thomas Uerlichs und Judith Cervigne noch einmal die Projekte früherer Jahre in Erinnerung. Sie berichteten darüber, was inzwischen aus diesen geworden ist, weil zu vielen Partnern auch weiterhin Kontakte bestehen.

Thomas Uerlichs begann seine Chronologie mit anekdotischen Notizen und Rechnungsunterlagen über gekaufte Weckmänner, Unterlagen, die nostalgisch anmuteten und bei den Anwesenden mehr als ein Schmunzeln hervorriefen. Diese „ganz alten Zeiten“ haben Aldenhovens Kinder längst überwunden, seitdem sie in den Kindergärten und Grundschulen mit der Armut in anderen Kontinenten konfrontiert worden sind und das Teilen gelernt haben. Schon längst ist man in Aldenhoven „martinischer“ geworden.

Weltkarte mit 40 roten Lichtern

Auf einer großen Weltkarte hinter dem Altar, auf der 40 rote Lichter brennen, die für die Orte stehen, in die Mittel geflossen sind, wurde ein weißes Licht angezündet zum Gedenken an die Menschen aus diesen Gebieten, die inzwischen verstorben sind und auch an die verstorbenen Mitglieder der Martinsgemeinde.

Charles Cervigne stellte die Frage, was die Martinusaktion mit der Kirche zu tun hat. Er beantwortete sie mit einem Paulusbrief, indem das „Helfen einen Ausgleich herbeiführen möge zwischen Besitzenden und Armen“. Schon Paulus habe vor 2000 Jahren gesagt, dass dieses Geben nicht nur den Beschenkten reich mache, sondern auch den Schenker. „Wenn Euch warm wird ums Herz, wisst Ihr, was Paulus gemeint hat.“

„Helfen macht glücklich“: Unter diesem Leitgedanken standen auch die verschiedenen Phasen der wundervollen tänzerischen Darbietungen des Aldenhovener Tanztheaters, die Iris Freudenthal wieder einmal so vortrefflich inszeniert hatte. „Das war getanzte Predigt.“ Lob und viel Beifall gab es für Iris Freudenthal und ihre Künstlertruppe.

In einem Puzzle füllten die Kindergartenkinder eine große Weltkarte aus. Die Einzelteile mussten ineinander greifen, um sich gegenseitig zu stützen. „Ein Auftrag für uns alle, dem Mitmenschen Halt zu geben.“ Nach dem Segen gab Gemeindereferentin Petra Bungarten den Besuchern mit auf den Weg „Geht mit der Zusage, dass Gott immer bei uns ist“.

Martinuspreis verliehen

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde wie immer der Martinuspreis verliehen. Diesmal erhielt ihn das Lehrerkollegium der Gemeinschaftsgrundschule, das aktuelle und das ehemalige; denn die Lehrerschaft war der Initiator für die „andere Martinusaktion“. Rektorin Esther Josten holte zusätzlich noch ihre Kinder in den Altarraum, denn sie schenkten und fühlten sich beschenkt jeweils mit einer großartigen Projektwoche, in der sie Land und Leute in fernen Kontinenten kennenlernten.

Zu guter Letzt wurde Thomas Uerlichs, „Gesicht und Kopf des Vereins“, für sein langjähriges Wirken in der Martinusaktion von Doris Werner geehrt, begleitet von lang anhaltendem Beifall.

(gre)
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