Niederzier: Tagebau Hambach: Riesen-See und kein Mehr an Ackerflächen

Niederzier: Tagebau Hambach: Riesen-See und kein Mehr an Ackerflächen

860 Millionen Kubikmeter Erdreich ist die genau die Menge, die vom Tagebau Hambach zur Verfüllung des Tagebaus Inden 20 Jahre lang per Bandstraße transportiert werden sollte. Jetzt, da sich der Braunkohlenausschuss für einen Restsee im Tagebau Inden entschieden hat, bleibt das Erdreich im Tagebau Hambach.

Eine Tatsache, die die Hoffnung der Landwirtschaft nährt, dass zumindest ein Teil der in Inden verloren gegangenen landwirtschaftlichen Nutzfläche (rund 1100 Hektar) in Hambach zusätzlich rekultiviert werden könnte. Doch daraus scheint nichts zu werden.

Markus Kosma, Leiter Tagebauplanung und Umweltschutz bei RWE Power, und Hans-Joachim Bertrams, Betriebsdirektor des Tagebaus Hambach, erklärten im Niederzierer Bau- und Umweltausschuss, dass derzeit nicht geplant sei, die landwirtschaftliche Fläche im Tagebau Hambach nach der Auskohlung wesentlich zu vergrößern.

Der Braunkohlenplan sieht für den Tagebau Hambach einen Restsee mit einer Größe von 4000 Hektar vor, fast viermal größer als der in Inden, rund 1000 Hektar landwirtschaftlicher und einen Rest forstwirtschaftlicher Nutzfläche.

So wurde es bereits 1977 festgelegt, erklärte Kosma, 13 Jahre bevor der Tagebau Inden II genehmigt wurde. „Aus diesem Grund gibt es für Hambach keine Veränderungen in der Flächenbilanz durch die Restsee-Entscheidung in Inden.”

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