Barmen: Syrienhilfe und Schulprojekt in Indien unterstützt

Barmen: Syrienhilfe und Schulprojekt in Indien unterstützt

Ehe die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Haus Overbach in die großen Ferien gingen, stand noch ein wichtiges sportliches Ereignis auf dem Programm. Die Schülervertretung hatte zum Sponsered Walk aufgerufen und das Ganze organisiert.

Eine neun Kilometer lange Strecke rund um ihre Schule war abgesteckt worden, und niemand blieb außen vor. Rund 950 Personen nahmen an dieser Wanderung oder auch Lauf teil, je nach sportlicher Vorliebe. Mittlerweile ist auch die finanzielle Leistung dieses Kraftakts gemessen: Insgesamt 17.000 Euro wurden erlaufen.

Soforthilfe

Für die Schüler war dabei von vorne herein klar, dass ein Teil dieses Geldes als Soforthilfe für ein aktuelles Problem verwendet werden sollten. Sie entschieden sich für die Syrienhilfe des Deutschen Roten Kreuz.

Alarmierende Zahlen kommen aus diesem Land. So sind dort bereits 100.000 Tote zu beklagen. Sieben Millionen Menschen sind von der Krise betroffen, und rund 4,25 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Man rechnet damit, dass bis zum Jahresende sechs Millionen Menschen intern vertrieben sind.

Gemeinsam mit der Schwesterorganisation Roter Halbmond versucht das Deutsche Rote Kreuz den Vertriebenen und der Bevölkerung in den Konfliktgebieten zu helfen. Die Bereitstellung medizinischer Hilfsgüter, zum Beispiel Notstromgeneratoren für Krankenhäuser, Decken, Matratzen, Küchensets und auch Lebensmittel stehen ganz oben an.

Gut konnte das DRK daher die Spende von 8500 Euro gebrauchen, die die Schüler und Schülerinnen über den DRK-Kreisverband Jülich weiterleiten ließ.

Weitere 8500 Euro gehen an die De Sales Aacademy in Bangalore/Südindien. Dort baut der Orden zurzeit eine Schule auf, die schon 360 Kinder betreut. Endziel ist es, dort einmal 1800 junge Menschen eine Ausbildung zu bieten — vom Kindergarten bis zur Matura. Die Spende der deutschen Schüler soll hauptsächlich dazu verwandt werden, Kindern aus armen Familien den Schulbesuch zu ermöglichen.

Pater Konrad Eßer nahm für den Orden den Scheck entgegen und das DRK Jülich hatte seinen stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Edmund Buchmann und seinen Bereitschaftsleiter Sebastian Dolgener zur Spendenübergabe entsandt. Kr.

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