Swinging stories: "Hotz & Co" bietet Jazz vom Feinsten

„Swinging stories“ : „Hotz & Co“ bietet Jazz vom Feinsten

Das Trio „Hotz & Co“ eröffnete die neue Reihe der Konzerte des Jazzclub Jülich. Im vollbesetzten Saal des Kulturbahnhofs konnten sich die Zuhörer über Jazz vom Feinsten freuen.

Das Trio, bestehend aus Norbert Hotz (Bass), Rainer Lipski (Piano) und Dirk Ferdinand (Schlagzeug), bezieht seine Inspiration aus klassischen Jazz-Standards, deren traditionelle Elemente individuell arrangiert wurden.

Es entstand so ein stilvolles Crossover mit verschiedenen Musiktraditionen und Genres. Insgesamt unaufgeregt wirkende Musik, die bei genauem Hinhören aber durch die Variabilität der Interpretation und die Wiedergabe verschiedener Stimmungen für feine Pointierungen sorgte.

Insofern passte die Ankündigung der „swinging stories“ ausgezeichnet, wobei der prophezeite „Küchen- und Kammerjazz“ eine Untertreibung der Klasse des Trios ist, es sei denn, der Vergleich wird zu einer drei Sterne Küche und „Kammer“ gezogen.

Seit rund dreißig Jahren jazzen „Hotz & Co“ zusammen. Die Vertrautheit des langen Zusammenspiels war deutlich spürbar, da der Wechsel zwischen Call und Response in den spontanen Interaktionen wie selbstverständlich gelang. Die Musiker lebten die Jazz-Rhythmik und fanden perfekt zu ihrer eigenen stilistischen Individualität.

Die Themen der Stücke wurden geschickt von den drei Instrumenten vorgestellt und wechselweise aufgegriffen, und rahmten die Improvisationen der virtuosen Könner an Bass, Piano und Schlagzeug ein.

Das Publikum genoss beste Unterhaltung und konnte sich über viele Ohrwürmer freuen und in der lockeren Atmosphäre des KuBa das heitere, unverkrampfte Musizieren des Trios genießen.

Bei den Komponisten standen Duke Ellington, Charlie Parker, George Gershwin und Fats Waller ganz vorne. Neben den Klassikern wie „In a Sentimental Mood“ und „Take five“ inspirierten auch der Wilde Westen und die Karibik das Trio.

Viel Applaus und Zugaben beschlossen einen runden Jazz-Abend, der den spielfreudigen Musikern sichtlich Spaß machte und das Publikum begeisterte.

Mehr von Aachener Zeitung