1. Lokales
  2. Jülich

Stadtrat will Verkehrssituation untersuchen lassen: Streit um Einbahnstraße in Barmen

Stadtrat will Verkehrssituation untersuchen lassen : Streit um Einbahnstraße in Barmen

Eine Einbahnstraße erhitzt seit geraumer Zeit die Gemüter in Bamen. Im Mai letzten Jahres hatte die Stadt Jülich die Straße Kirchgracht von Merzenhausen nach Barmen zum Schutze von Radfahrern teilweise zur Einbahnstraße erklärt.

Besonders Schüler auf dem Weg zum Gymnasium Haus Overbach sollten geschützt werden. Während sich die Anwohner der Kirchgracht in einem Schreiben an die Stadt ausgesprochen dankbar für die Maßnahme äußerten, sind andere Bürger mit der daraus entstandenen Verlagerung des Verkehrs alles andere als zufrieden. Ein Dilemma, denn Frohsinn und Protest halten sich mehr oder weniger die Waage.

Die Bamener Einbahnstraße war deshalb auch Thema in der Sitzung des Jülicher Stadtrates am Donnerstag. Die UWG/JÜL-Fraktion hatte beantragt, die Verkehrsbelastung in den Bereichen Koslar, Barmen und Merzenhausen durch ein Fachbüro prüfen und ein Lösungskonzept erarbeiten zu lassen. Dabei ist die Kirchgracht nicht die einzige, aber wohl die brisanteste Problemstelle.

Eigentlich hatte die Verwaltung für die Einbahnstraße eine Testphase von einem Jahr vorgesehen, angesichts der Reaktionen aus der Bevölkerung ist aber auch Bürgermeister Axel Fuchs (parteilos) überzeugt, dass man „ein Zeichen setzen muss“. Gelder für die vorgeschlagene Maßnahme stünden bis zu einem Betrag von 14.000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Der Rat stimmte dem zu und nahm den Antrag bei zwei Enthaltungen an.

Zusätzlich zu den westlichen Gebieten der Stadt soll außerdem die Verkehrssituation in Daubenrath auf den Prüfstand gestellt werden. Die Grünen hatten einen Antrag gestellt, das komplette Dorf als verkehrsberuhigten Bereich ausweisen zu lassen. Dies stieß bei Rat und Verwaltung allerdings auf allgemeine Skepsis. Während Carsten Wolf (B90/Die Grünen) die „Gegebenheiten für eine Verkehrsberuhigung bereits erfüllt“ sieht, verweisen die anderen Fraktionen auf intensive bauliche Maßnahmen und Kosten. Peter Capellmann, Fraktionsvorsitzender der CDU, brachte stattdessen eine neue Beschilderung ins Gespräch. Die Möglichkeiten sollen im nächsten Planungs-, Bau- und Umweltausschuss dargelegt werden.

(kim)