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Jülich: Streit um die Großprojekte geht weiter

Jülich : Streit um die Großprojekte geht weiter

Der Disput um Aspekte des Denkmalschutzes der Zitadelle bei den Großprojekten Seniorenresidenz und Altenpflegeheim am Wallgraben hat offenbar „an Schärfe” gewonnen.

Zuletzt saßen Vertreter des Gemeinnützigen Bauvereins Jülich, der das Altenwohnheim bauen will, des Denkmalschutzes und der Stadt Jülich am Dienstag zusammen. „Es gibt immer noch erheblichen Klärungsbedarf”, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Joseph Krott auf Anfrage mit.

Den Durchbruch wollen nun Vertreter der Bauträger im direkten Gespräch mit der Verwaltungsspitze, namentlich Bürgermeister Heinrich Stommel und Technischer Beigeordneter Martin Schulz, ohne Förderverein Zitadelle und Denkmalbehörden schaffen.

„Wir bemühen uns um eine einvernehmliche Lösung, um den nächsten Schritt _ nämlich die Offenlage der Pläne im Bebauungsplan - für die nächste Sitzung des Fachausschusses am 22. Januar auf die Strecke zu bringen”, erklärte Krott auf Anfrage.

Bauverein und Malteser seien der Ansicht, „dass man nach der letzten Runde mit Denkmalschützern auf diesen ,Sachverstand bei dem heute anstehenden Gespräch verzichten kann”.

Besondere Knackpunkte seien weiterhin vier Rundungen („Türmchen”) im Baukörper des Seniorenheims, Dachgeschossgrößen und Abstandsflächen, was Auswirkungen auf die Zahl der Wohnungen habe.

Wie anderweitig zu erfahren war, soll offenbar das im Bau befindliche Ärztehaus am Wallgraben als Maß auch für die anderen Projekte gelten. Die Rede ist von gleichen Fensterformaten, Fassadenmaterial und dergleichen.

Immer wieder hatte der Vorsitzende des Fördervereins Festung Zitadelle, Conrad Doose, detailliert auf eine „70-jährige Planungstradition” in Jülich hingewiesen, die der Zitadelle Rechnung trage.