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Jülich: Streicher gestalten erstmals die „Matinee zur Marktzeit“

Jülich : Streicher gestalten erstmals die „Matinee zur Marktzeit“

Mit dem hochkarätigen „Pasqualini-Quartett“ war erstmals in der beliebten Reihe „Matinee zur Marktzeit“ ein Streichquartett zu Gast in der gut gefüllten Propsteikirche. Zudem brachte es laut Kantor Christof Rück „etwas ganz Besonderes zu Gehör“, nämlich Mozarts „Dissonanzenquartett“.

So wird das Streichquartett in C-Dur KV 465 genannt, das Mozart seinem Kollegen Josef Haydn widmete. Dissonanzen trifft es nicht, denn die sind unharmonisch. Gewiss beginnt das einleitende „Adagio — Allegro“ mit klanglichen Reibungen, womit es im 18. Jahrhundert Irritationen bei den Musikfreunden hervorrief. Sie wurden für Druckfehler gehalten.

Das beseelte „Andante cantabile“ prägte den zweiten Satz des Quartetts. Im dritten Satz „Menuetto — Allegro“ folgt ein Trio in c-moll auf ein fröhliches Menuett. Somit bestätigte sich Rücks Anmoderation, später gehe „der Himmel auf“. Wie der Anfangssatz ist der vierte Satz „Allegro molto“ in der Sonatensatzform geschrieben, das Thema erscheint später in einer Mollvariante.

Das aufführende Streichquartett, bestehend aus den Violinisten Hans Otto Horch und Roswitha Kuhnen, ferner Musikschuldozentin Susanne Trinkaus an der Viola und Wolfgang Böttcher am Violoncello, führten das „Dissonanzenquartett“ in Perfektion auf. Susanne Trinkaus und Prof. Hans-Otto Horch sind in Jülich unter anderem aus dem künstlerischen Leitungsteam der Schlosskonzerte bekannt. Mit seinem Freund, dem Cellisten und Cellobauern Dr. Wolfgang Boettcher aus Stolberg, spielte Horch einst im „Leonhardt-Quartett“. Roswitha Kuhnen ist ferner Mitglied im Dürener Streichquarett A-Cappella Bohemia.

(ptj)