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Square Dance Club Jülich : Stimmungsvoller Tanz im Viereck am Schnupperabend

Square Dance Club Jülich : Stimmungsvoller Tanz im Viereck am Schnupperabend

Die Schnupperabende der Square Dance Clubs „Lucky Dukes“ haben an den vergangenen Montagen in der Bürgerhalle am Matthiasplatz in Lich-Steinstraß stattgefunden. Viele Interessierte folgten der Einladung des Clubs.

Unter professioneller Anleitung der Club-Callerin Ingeborg Körber-Lücker konnten sich die Gäste beteiligen und beim Tanzen „im Viereck“ mitmachen. Während der beiden Schnupperabenden war der Zusammenhalt der aktiven Mitglieder zu spüren. Denn nur durch die Bereitschaft jedes Einzelnen kann eine Veranstaltung dieser Art organisiert werden.

Gute eineinhalb Stunden wurde getanzt, bevor der Abend mit ausnahmslos strahlenden Gesichtern und Danksagungen an alle, die zu diesen erfolgreichen Schnupperabenden beigetragen haben, endete.

Ohne feste Choreographie

Square Dance heißt übersetzt Vierecktanz und ist, wie der Name schon sagt, ein Tanz, bei dem sich vier Paare an die vier Seiten eines Quadrates von etwa viermal vier Metern stellen. Die Tanzpaare üben verschiedene Figuren ein; der Ansager (englisch: Caller) ruft den Tänzern die Namen der Figuren zu, die dann von den Tänzern sofort ausgeführt werden. Die Reihenfolge der Figuren bestimmt der Caller bei jedem Durchgang neu.

So wie in der Musik aus nur 13 Tönen unendlich viele Kompositionen entstehen, formen sich aus 25, 50 oder 68 Figuren immer neue Tanzabläufe. Die Tänzer wissen nicht, welche Figur es als nächstes zu tanzen gilt: Eine feste Choreographie für den Tanz gibt es nicht. Jeder Tanz existiert also nur für den Augenblick.

Die Herausforderung für die Tänzer besteht darin, die Figuren auf Zuruf flüssig auszuführen und einen harmonischen Tanzablauf entstehen zu lassen. Wenn das acht Tänzern fehlerfrei gelingt, ist das etwas Besonderes. Man kann es mit einem Bergsteiger vergleichen, der den Aufstieg zum Gipfel eines Achttausenders schafft.

Square Dance kam als „der amerikanische Volkstanz“ nach dem zweiten Weltkrieg über den Atlantik nach Europa und fand dort viele begeisterte Anhänger. Im Laufe der Jahre hat sich vor allem in Europa eine zeitgemäße, lässige und moderne Art des Tanzens entwickelt: Getanzt wird zu jeder Musik, so lange sie im Vierviertel-Takt läuft.

Country- und Western-Musik ist seltener geworden. Es gibt kaum einen Popsong, der nicht für Square Dance neu arrangiert wird. Die Kleidervorschriften sind lockerer als früher, die Komplexität der Choreographien hat sich dagegen erhöht. Häufig wird auch in schnellem Tempo getanzt, was den Tanz zum echten Sport macht. Aber nach wie vor kann man auch gemütlich für die Sinne tanzen.

Die Wurzeln des amerikanischen Square Dances zeigen wiederum nach Europa. Denn Auswanderer aus europäischen Ländern brachten die Figuren mit in die neue Welt, so dass sich die Stile vermischten und sich der amerikanische Square Dance neu entwickelte.

Weitere Infos über die Aktivitäten und die Square-Dance- Gruppe Jülich „Lucky Dukes“ unter: www.lucky-dukes.de.