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Jülich: Stadtrat sollte Bürgerbegehren beitreten

Jülich : Stadtrat sollte Bürgerbegehren beitreten

Die Verwaltung empfiehlt dem Stadtrat, dem Bürgerbegehren zum Erhalt von Hallen- und Freibad beizutreten.

Dies ist Thema im Ausschuss für Soziales, Schule, Kultur und Sport, der am Montag, 28. Juni, im 16 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Neun Rathauses tagt. Zugleich legt die Verwaltung den Mandatsträgern nahe, den Vorschlag von Landrat Wolfgang Spelthahn, im Freibad ein Schwimmleistungszentrum zu errichten, weiter zu verfolgen.

Mittlerweile liegen weitere Prüfergebnisse vor. Auf Grundlage der Vorgaben, die Kosten für ein Kombibad auf dem Gelände des Freibades zu ermitteln sowie die Frage eines technisch-wirtschaftlichen Verbundes zu klären, hat die Firma prova Unternehmensberatung mit dem Jülicher Architekten Schüssler ein Sport- und Familienbad geplant.

Schüssler wird diese Planung in der Sitzung des Ausschusses vorstellen. Allerdings wird die Frage der Wirtschaftlichkeit noch geprüft und nachgereicht. Die Firma Wibera befasst sich mit der Prüfung eines technisch-wirtschaftlichen Verbundes.

Das Gutachten der Firma Econ-Ingenieure, die sich mit dem baulichen Zustand und der Technik des Freibades befasst hat, liegt vor. Demnach ist das Nichtschwimmerbecken nicht mehr zu retten und muss abgerissen werden. Es sei weder sanier- noch umbaubar.

Dagegen befänden sich Schwimmer- und Springerbecken „in einem ordentlichen Zustand”, so dass diese „durch eine Grundsanierung weitere 15 bis 20 Jahre betrieben werden können”.

Das Planschbecken sollte wegen Unwirtschaftlichkeit und geringer Attraktivität ersetzt werden. Das Ingenieurbüro hat Pläne für eine neues Nichtschwimmer- und ein Planschbecken vorgelegt.

Hinzu kommt noch der Vorschlag von Landrat Wolfgang Spelthahn, am Standort des Nichtschwimmerbeckens ein neues Schwimmleistungsbecken zu errichten. Endgültige Planung, Klärung von Landeszuschüssen und Investitionsplanung würden etwa noch ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

Die Verwaltung kommt zu dem Schluss: „Ohne abschließende Ergebnisse hinsichtlich des Schwimmleistungszentrums kann die Frage der wirtschaftlichsten Wertung nicht abschließend beantwortet werden.” Der Vorschlag Spelthahns könnte einige Synergieeffekte beinhalten und daher zu der wirtschaftlichsten Lösung führen. „Daher sollten die Ergebnisse vor einer weiteren Entscheidung abgewartet werden.”

Im Sinne des Bürgerbegehrens würden keine weiteren Planungskosten entstehen. Zurzeit habe die Stadt kein Geld für größere Investitionen in die Bäder. Deshalb sollten „zunächst beide Bäder im Sinne des Bürgerbegehrens weiter erhalten und betrieben werden”. Folglich sollte der Rat dem Bürgerbegehren beitreten.