Jülich: Stadtgespräch: Steuern erhöhen oder Einrichtungen schließen?

Jülich: Stadtgespräch: Steuern erhöhen oder Einrichtungen schließen?

Der Titel ist Programm: „Jülich vor der Pleite?!“ So überschrieben ist das 15. Stadtgespräch des Vereins Stadtmarketing Jülich und unserer Zeitung am Mittwoch, 18. Mai, ab 19.30 Uhr im Kulturbahnhof Jülich (Eintritt frei).

Bei dieser Interviewveranstaltung soll allgemein verständlich erklärt werden, warum die Finanzsituation der Herzogstadt seit Jahren so schlecht ist und was Bürgerschaft und Betrieben in naher Zukunft blüht.

Seit Jahren werden Defizite zum Teil in zweistelliger Millionenhöhe „produziert“. Im laufenden Jahr sagen Kämmerei und Bürgermeister ein Minus von 9 Millionen Euro voraus. Nach den Gesetzen geht das nur so lange, wie (rechnerisch) Eigenkapital vorhanden ist. Am Jahresende ist dieses „Kapital“ nach nur sieben Jahren von 110 auf rund 10 Millionen Euro geschrumpft. Wenn also in den Folgejahren weitere hohe Defizite entstehen, muss die Stadt handeln. Drastische Steuererhöhungen, die Schließung von Einrichtungen stehen zur Debatte — auch um zu verhindern, dass ein „Sparkommissar“ das Heft des Handelns in die Hand nimmt.

Als Gesprächspartner eingeladen sind der Jürgen Frantzen, Titzer Bürgermeister und früherer Gemeindeprüfer; der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs sowie Kämmerer Karl-Josef Kohnen und die Geschäftsführer von Stadtentwicklungsgesellschaft und Stadtwerken, Frank Drewes und Ulf Kamburg; der Kritiker Heinz Spelthahn, der die Haushaltsmisere für „hausgemacht“ hält — und die Spitzen der Jülicher Stadtratsfraktionen Peter Capellmann, Heinz Frey, Harald Garding, Jürgen Laufs und Clemens Schüssler. Moderatoren sind Prof. Michael Gramm und Redakteur Volker Uerlings.

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