Jülich: Stadtelternschaft Jülich fordert sachliche Schul-Diskussion

Jülich: Stadtelternschaft Jülich fordert sachliche Schul-Diskussion

Zum Schulstreit im Landtagswahlkampf hat die Stadtelternschaft (STE) Jülich einen offenen Brief an die Landtagsfraktionen geschrieben. STE-Sprecher Cornel Kranen warnt davor, mit Parolen wie „Diese Schule wird geschlossen, wenn Rot-Rot regiert” Schüler, Eltern und Lehrer zu verängstiegen:

Die Stadtelternschaft Jülich fordert, so Kranen, die Fraktionen im Landtag auf, den Wahlkampf nicht zu einer Schlammschlacht werden zu lassen. „Die Arbeit mit der Angst von Eltern, Lehrern und Schülern ist nicht geeignet, die Bildungsentwicklung konstruktiv voranzubringen.”

Die Parteien sollten im Schulstreit Argumente für und gegen das jeweilige System nennen, damit sich der Wähler an diesen Punkten orientieren und seine Meinung bilden könne.

Es gebt gute Gründe für beide Systeme, unterstreicht der STE-Sprecher. Für eine Einheitsschule, Gesamtschule oder auch längeres gemeinsames Lernen könnte sprechen, dass laut Prof. Dr. Anne Ratzki beim Zentralabitur 2009 an Gesamtschulen 70,5 Prozent der AbiturientInnen keine Empfehlung für das Gymnasium hatten.

Soziales Miteinander von Schülern unterschiedlicher Begabungen könnte ein Beitrag für eine humanere Gesellschaft sein, in der Wertschätzung des anderen schon früh gelebt wird.