Stadt Jülich würdigt 16 treue Mitarbeiter

Feierstunde im Rathaus : Stadt Jülich würdigt 16 treue Mitarbeiter

„Ich sehe uns als kommunale Familie. Sie müssen wissen, dass ich immer hinter Ihnen stehe“ – mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Axel Fuchs im Ratssaal elf Dienstjubilare und fünf wohlverdiente Ruheständler.

Anlass war die dritte Auflage einer offiziellen Feierstunde mit Reden, Urkunden, Präsenten und einem lockeren Austausch bei Speis und Trank auf Initiative von Personalamtsleiter Richard Schumacher. Sinn und Zweck der Feierstunde ist es, der Wertschätzung für die fachübergreifende Arbeit der Kollegen Ausdruck zu verleihen. Geehrt wurden 350 Dienstjahre, nämlich sechs Mal 25 und fünf Mal 40 Jahre „zum Wohle der Stadt Jülich“, wie Schumacher unterstrich.

Insgesamt, die Abwesenden eingeschlossen, wurden aber „700 Jahre Erfahrung und Kompetenz“ ausgezeichnet. In seiner Ansprache ging Schumacher auch auf die „schon beginnenden und zukünftig noch größer werdenden Personalprobleme“ ein, die nur mit Unterstützung aller aktiven Mitarbeiter gelöst werden könnten. Mit der demographischen Entwicklung verbunden sei der Fachkräftemangel, der „erste Auswirkungen“ zeige. Je nach Berufsbild sei es nämlich heute schon schwierig, frei werdende Stellen durch qualifiziertes Fachpersonal zu ersetzen. Außerdem verschlechtere sich die Bewerbungslage in qualitativer Hinsicht zunehmend.

Die Stadt Jülich stehe dabei nicht nur in Konkurrenz zur freien Wirtschaft, sondern auch zu „übergeordneten, umlagefinanzierten und deshalb oftmals finanziell besser gestellten Behörden“. Die Intensivierung der seit Jahren betriebenen Ausbildungskampagne sieht der Personalamtsleiter als einen Lösungsansatz. Ferner habe sich die Stadt Jülich bereits auf den Weg gemacht, weitere wichtige Bausteine in Angriff zu nehmen. Hier gehe es um die Erhöhung der Attraktivität der Arbeitsplätze, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einen höheren Stellenwert des Gesundheitswesens. „Entscheidend wird sein, ob es uns gelingt, die Arbeitszufriedenheit und eigene Wertschätzung unserer Arbeit so zu steigern, dass man gerne Kollegin und Kollege im familiären Team der Stadtverwaltung Jülich sein will“, resümierte Schumacher.

Dritter Redner im Bunde war Jürgen Hennes, Vorsitzender des Personalrates. Er zitierte den chinesischen Philosophen Konfuzius: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“. Interessant war Hennes‘ Vergleich von Dienstjubiläen mit entsprechenden Ehejubiläen. Während ein Ehejubiläum nur zählt, wenn der Ehepartner „nicht ausgewechselt wurde, darf der Dienstherr innerhalb des öffentlichen Dienstes gewechselt werden“. Dennoch blieben viele Geehrte „immer der Stadt Jülich treu“. Insgesamt setzten sich die Reihen der Geehrten aus Politessen, Mitarbeitern aus Stadtbücherei, Bauhof, Abwasserbereich, der Inneren Verwaltung, Musikschule, Feuerwehr, Kitas und der Volkshochschule zusammen. Den ansprechenden musikalischen Rahmen gestalteten Sängerin Pam Grundmann und Keyboarder Norbert Garitz.

Während der Feierstunde wurden geehrt: Für 40 Jahre Treue wurden Jörg Keller (Bauverwaltung), Hubert Langen, (Abwasser), Klaus-Peter Meurer (Bauordnungsamt), Elisabeth Scherer (Stadtbücherei) und Gerda Schwartz (Musikschule) ausgezeichnet. Für 25 Dienstjahre erhielten Margret Esser (Politesse), Birgit Kasberg (Stadtbücherei), Jürgen-Ludwig Künne (Bauhof), Heide Lorenz (Politesse), Helga Schumacher (kaufmännisches Immobilienmanagement) und Robert Wichmann (technisches Immobilienmanagement) Urkunde und Präsent. In Rente gegangen sind Gisela Bärenz (ehemals Schulamt Pattern), Rolf Hennes (ehemals Feuerwehr), Beate Neulen und Kathi Schwarze (beide ehemals Amt für Familien, Generationen und Integration) und Günter Vogel (ehemals Volkshochschule).

(ptj)