Jülich: „St-Art Jülich“: Forum und Spiegel des kreativen Schaffens

Jülich: „St-Art Jülich“: Forum und Spiegel des kreativen Schaffens

„Es ist schön, dass Sie hier sind“, begrüßte Dr. Peter Nieveler die zahlreichen Gäste zur Eröffnung des Kunstprojekts „St-Art Jülich“. Viel haben sich die sechs Künstler, die zunächst einmal mit ihren Arbeiten, die sie im Foyer des Neuen Rathauses in Jülich zeigen, für die Zukunft vorgenommen.

Es sind nicht ihre Bilder, die im Mittelpunkt dieser Aktion stehen, sondern dass was daraus erwachsen soll.

Die Initiative hatte vor zwei Jahren Marcel Patrice Soyer ergriffen und in Myriam Woischnik, Katrin Amunts, Bettina Groos, Karl Heinz Hennerici und Michael Krüger weitere Künstler gefunden, die sich für ein neues Kunstprojekt in Jülich stark machen wollen. Mit dazu geholt wurden außerdem Katarina Esser und Dr. Peter Nieveler.

Große Pläne sind es, die sie alle bewegen. Fortan soll in Jülich einmal im Jahr eine große Veranstaltung mit Ausstellungen, Symposien und Workshops stattfinden. Sie soll Fachleute, Kinder und Laien und alle, die an Kunst interessiert sind, ansprechen.

Doch nicht nur die bildende Kunst soll zu ihrem Recht kommen, sondern auch Literaten, Musiker und alle, die sich mit Kunst beschäftigen.

Die Ausstellung, so erklärte Dr. Nieveler, diene lediglich dazu, Kunstliebhaber darauf hinzuweisen, dass hier Menschen von der Zukunft träumen, von lebendiger Kunst in dieser Stadt. Er betonte allerdings auch, dass dies keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Strukturen sei, sondern eine Ergänzung. Diese Ausstellung soll allerdings auch darauf hinweisen, dass in Jülich ein Haus für die Kunst fehle und man gerne Anregungen entgegen nehme. Abschließend dankte er Katarina Esser, die durch ihr Engagement Vieles erst möglich gemacht hatte. Sie verlässt bekanntlich die Stadt Jülich, um bei der Stadt Viersen fortan tätig zu sein.

Kurz stellten die anwesenden Künstler noch ihre Arbeiten vor. Figürlich und gegenständlich, aber nicht konkret arbeitet Michael Krüger, der auch einmal Seiten aufschlägt, die man nicht so gerne sieht und die dennoch ästhetisch sind.

Marcel Patrice Soyers Thema ist die Poesie, und er überraschte mit einem Bild mit schwungvollem Pinselstrich. Doch nicht alleine hatte er dieses Werk geschaffen, eine kleine Maus hatte ihn unterstützt und die schwarzen Punkte dazu beigetragen.

Myriam Woischnik zeigt Fotografien aus der Natur, die sie bis zur Abstraktion am Computer verfremdet hat und die explosionsartig Farben freisetzten.

Von der Form und der Farbe von Früchten hat sich Bettina Groos inspirieren lassen, die sie gegenständlich abbildet und als Kontrapunkt abstrakte Elemente setzt, die aber die Farbe der Früchte aufnehmen. Der Abstraktion haben sich Katrin Amunts und Karl Heinz Hennericic verschrieben. Sie konnten an der Ausstellungseröffnung nicht teilnehmen.

Bis Ende Juni werden die rund 30 Arbeiten im Neuen Rathaus der Stadt Jülich zu sehen sein.

(Kr.)
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