Lamersdorf: Sportheim in Lamersdorf: Eine alte, neue Heimat für die Rot-Weißen

Lamersdorf: Sportheim in Lamersdorf: Eine alte, neue Heimat für die Rot-Weißen

Drei Jahre nach dem Brand ist das Sportlerheim des SV Rot-Weiß Lamersdorf mit sehr viel Eigeninitiative nicht nur fertig gestellt und um ein Vereinsheim erweitert, sondern „spricht und wirbt für sich selbst und lobt alle, die es gebaut haben“. Das sagte der Vereinsvorsitzende Udo Mürkens in seiner Rede zur Einweihungsfeier.

Mürkens erinnerte an die große Enttäuschung im September 2010, als das alte Sportlerheim wegen des von einem technischen Defekt verursachten Brand nicht mehr zur Verfügung stand. Gleichzeitig vermissten Mitglieder, Spieler und Gäste auch Umkleideräume, Toiletten und einen Raum für das gesellige Beisammensein. Im Wohn- und Duschcontainer fehlte die heimelige Atmosphäre.

Zudem blieben monatelang die Finanzen für den Wiederaufbau ungeklärt. Schließlich stellte der Rat die Mittel zur Renovierung aus der Versicherungssumme bereit. In vielen Sitzungen wurde das Planungskonzept mit dem Vereinsvorstand in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „Schuhmacher“ der Gemeinde Inden erstellt. Nach mehr als einem halben Jahr genehmigte der Kreis Düren den Bauantrag. Währenddessen hatten die Vereinsmitglieder bereits in 800 Arbeitsstunden in Eigenregie Umkleideräume, Toiletten und Duschen renoviert und gaben die teuren und ungemütlichen Container zurück.

Neue Gastherme

Die ehrenamtliche Arbeit hatte Ressourcen geschont, so stand noch eine stattliche Summe zur Komplettrenovierung zur Verfügung. So wurden unter anderem Schiedsrichterraum und Männertoilette umgebaut, neue Fenster und Eingangstüre eingesetzt, eine neue Gastherme eingebaut. Im laufenden Jahr krempelten die Vereinsmitglieder die Hemdsärmel hoch, Landwirt Willi Marx stellt seinen Radlader zur Verfügung. Mit geliehenen „Hiltis“ und Vorschlaghämmern von Rüdiger Knodeln und der RWE wurden Mauern niedergerissen, Fundament und Pflastersteine entfernt.

Mehr als ein Problem stellten die massiven blauen Fundamente des Vorgängers dar, die nicht zu entfernen waren und fast das Leben des Kassierers eingefordert hätten. Für das nun notwendige große Gerät sorgte Bauunternehmer Reiner Kroll. Als der Rohbau stand, ging es aufwärts. Innenausbau und Isolierungen wurden getätigt, ein Durchbruch zur alten Garage und Vorratsraum bewerkstelligt, Träger, Fenster und Türen montiert. Um die Elektrik kümmerten sich Willi Bardenheuer und Uli Fischer, Dirk Dahmen verlegte Heizungsrohre.

Viel ehrenamtliche Hilfe

Der große Raum wurde verputzt und der Estrich gelegt, die Decke wurde isoliert und mit Holzplatten verkleidet. Karl-Heinz Nahrings verlegte die Fliesen, Robert Dahmen setzte die Innentüre ein, Hans Arno Clemens baute die neue Gastherme ein und schloss die Heizungsrohre ans System an. Guido Dahmen, Heinz Bert und Manni Köppen strichen das gesamte Vereinsheim.

Schlussendlich wurden die von RWE-Tagebauleiter Dr. Stephan Strunk gespendeten Aluprofile an die Wände montiert. Das für die Rot-Weißen „sehr wichtige Projekt“ gelang unter anderem mit Hilfe der 30.000 Euro von der Gemeinde Inden und einer großzügigen Spende der Sparkasse Düren, der Unterstützung aller Helfer und Gönner und der RWE.

Insgesamt leisteten 40 Mitglieder 1100 Arbeitsstunden für Sportlerheim und Vereinsheim. „Es war nicht immer leicht, aber wir können stolz auf die erbrachte Leistung sein“, resümierte Mürkens. „Ohne euren Einsatz wäre das nicht zu stemmen gewesen. Danke. Möge dieses Vereinsheim alle Mannschaften beflügeln, weiterhin tolle Leistungen zu bringen“, schloss der Vorsitzende und lud ein zu Speis und Trank.

(ptj)
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