SPD sieht Preissenkung für Brückenkopfpark-Karten kritisch

Jülich: SPD sieht Preissenkung für Brückenkopfpark-Karten kritisch

Die Brückenkopf-Park GmbH hat in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Dauerkarten der Freizeiteinrichtung für das Jubiläumsjahr 2018 deutlich günstiger als bisher verkauft werden. Das geht auf den Vorschlag von Bürgermeister Axel Fuchs zurück, der dafür eine Mehrheit im Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft gefunden hat. Allerdings fiel dieser Beschluss nicht einstimmig.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat übt Kritik an diesem — aus ihrer Sicht — vorgezogenen „Weihnachtsgeschenk“. Fraktionschef Harald Garding schreibt dazu: „Dass man zu Weihnachten Geschenke verteilt, ist eine schöne Tradition. Allerdings sollte man dabei nicht außer acht lassen, wie viel der Geldbeutel hergibt. Die Dauerkartenpreise für den Brückenkopf-Park um die Hälfte von 39 auf 19,98 Euro zu senken, soll auf Anregung von Axel Fuchs, in seiner aktuellen Funktion als Geschäftsführer des Parks, ein solches Geschenk an die Jülicher sein. Das wird viele Bürger freuen, schließlich ist der Brückenkopf-Park immer einen Besuch wert, nicht nur an Weihnachten. Aber ein Blick auf den Geldbeutel der Stadt macht schnell deutlich, dass dieses Geschenk recht teuer ausfallen könnte.“

Garding rechnet vor, dass eine Verdopplung der Dauerkartenverkäufe auf gut 5000 Stück notwendig wäre, um es zu einem Nullsummenspiel zu machen. „Anderenfalls müsste man im kommenden Jahr entweder die Preise ordentlich anziehen oder den Verlust anderweitig ausgleichen.“ Die Entscheidung hierüber müsste dann die neue Parkgeschäftsführung im kommenden Jahr verantworten.

Die Jülicher SPD-Fraktion halte diese Entscheidung vor dem Hintergrund der akuten Haushaltslage und den notwendigen Diskussionen über Einsparmaßnahmen für falsch. Harald Garding: „Warum wird ohne Not eine zunächst einmal zu Mindereinnahmen führende Verringerung separat beschlossen, anstatt die Eintrittspreise insgesamt mit der neuen Geschäftsführung im kommenden Jahr komplett zu überarbeiten wie es eigentlich vorgesehen ist? Mit der Begründung, man müsse den/die neue(n) Geschäftsführer/in in die Überlegungen zu Umstrukturierungen des Parks mit einbeziehen, wurde die Ausschreibung der Geschäftsführung auf den Weg gebracht, ohne dass vorher grundlegende Überlegungen des Gesellschafters, in welche Richtung sich der Park entwickeln soll, überhaupt angestellt wurden.“ „Konzeptpapiere der meisten Fraktionen“ hierzu hätten seit mehr als einem Jahr vorgelegen, „getan hat sich nichts“.

Der zweite Schritt werde wieder vor dem ersten gemacht mit der Folge, dass nicht nur Zeit verloren sei, sondern konzeptionelle Arbeit auf der Strecke bleibe, sagte der SPD-Fraktionschef.