Jülich: SPD beantragt Austritt aus Kreis-Gesellschaft

Jülich: SPD beantragt Austritt aus Kreis-Gesellschaft

Die Mitgliedschaft der Stadt Jülich in der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren mbH (GWS) ist der Jülicher SPD bereits seit längerem ein Dorn im Auge.

Zum einen sind die Leistungen, die die GWS in der Vergangenheit für die Stadt Jülich erbracht hat bzw. hätte erbringen sollen, wenig bis gar nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Zum anderen werfen die Genossen und mittlerweile auch andere im Rat vertretene Fraktionen der Geschäftsführung der GWS vor, den Gesellschaftern nur unzureichende Informationen über Vorgänge innerhalb der GWS zu liefern.

Das Maß war für die Sozialdemokraten dann endgültig voll, als im nicht öffentlichen Teil der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mitgeteilt wurde, dass berechtigte und drängende Fragen zur Finanzsituation der GWS seitens des städtischen Beteiligungsmanagements trotz mehrfachen Nachhakens der Stadtverwaltung nicht beantwortet wurden.

„Die neue Geschäftsführung der GWS setzt hier mit ihrer Desinformation nahtlos dort an, wo der alte Geschäftsführer aufgehört hat”, so der SPD- Fraktionsvorsitzende Garding. Die SPD-Fraktion hat nun beantragt, die Stadt Jülich möge zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus der GWS austreten.

Weiterhin wurde unter anderem eine Darstellung der möglicherweise auf die Stadt Jülich als Gesellschafter zukommenden finanziellen Belastungen gefordert.

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