Jülich: Sonnenweg-Kongress: Breites Spektrum zum Thema „Krebs“

Jülich: Sonnenweg-Kongress: Breites Spektrum zum Thema „Krebs“

„Wir können keine Wunder vollbringen, und wir können auch keine Heilung versprechen. Wir können aber Wege aufzeigen, damit es dem Patienten physisch und psychisch besser geht“, erklärt Ralf Schneiders, Sprecher des Vereins Sonnenweg Jülich. Und dazu sollte auch der 8. Sonnenweg Kongress beitragen, der ganz im Zeichen der Hilfe und Unterstützung für Krebsbetroffene und ihre Angehörigen stand.

Auf Augenhöhe können hier Patient und Arzt zusammen kommen, interessante Vorträge wechseln mit Workshops und Seminaren ab und in den Patientensprechstunden können sich Betroffene Rat und Hilfe bei Fachleuten suchen. Doch nicht nur den kranken Menschen soll dieses Wochenende Unterstützung und Hilfe bieten. Auch an einer ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge Interessierte sind bei diesem Kongress, der erstmals im Jugend-Familen Gästehaus (JuFa) Jülich abgehalten wurde, herzlich willkommen.

Vor 18 Jahren gründete Helga Maschke, die selbst von einer Krebserkrankung betroffen war, den Verein. Dabei ging es ihr vor allem darum, anderen Betroffenen auf ihrem Weg aus dieser Lebenskrise zu helfen, sie zu unterstützen und zu beraten, individuelle ganzheitliche Therapiekonzepte zu finden, die ihre Lebensqualität erhalten und verbessern sollten und damit auch Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Sie selbst schwört dabei auf die komplementäre onkologische Medizin, die über die Schulmedizin hinausgeht.

Eng arbeitet sie mit der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr zusammen. Die GfBK stellte sich auf dem Kongress ebenso vor, wie viele andere. Kliniken wie die Biomed Klinik, gisunt Klinik oder Klinik im Leben waren unter den 16 Ausstellern der Gesundheitsmesse ebenso dabei, wie Pharma-Hersteller, Physiotherapeuten, Hersteller von Naturprodukten und vielen mehr.

Lang war die Liste der Vortragenden und Referenten, die Helga Maschke zu ganz unterschiedlichen Themen gewinnen konnte. Der Samstag begann mit gleich zwei Vorträgen von Dr. Bernhard Ost, Facharzt aus Düsseldorf, der zum einen die Komplementärmedizin vorstellte, aber auch über Ernährung in der Onkologie berichtete, über chemische Vitalpilze referierte und über die Bedeutung der Enzyme sprach.

Prof Dr. Alexander Herzog ging auf komplementäre Therapieverfahren bei Brustkrebs ein, und Prof. Hans Bojar nahm Stellung zu neuen intelligenten Therapieformen. Es gab Vorträge zu pflanzlichen Stoffen wie Weihrauch, zu Sauerstoff-Therapie, aber auch Vorträge und Workshops zu Yoga oder etwa Klangtherapie.

Professor Dr. Holger Wehner, der sich seit 1985 mit der Hyperthermie als Therapieform in der Krebsbekämpfung beschäftigt, stellte diese Behandlungsmethode vor. Er hielt zu diesem Thema auch den Festvortrag bei der Kongresseröffnung am Samstagabend. Zu diesem Festakt begrüßte Helga Maschke zahlreiche Ehrengäste, unter anderem den zukünftigen Bürgermeister der Stadt Jülich, Axel Fuchs, und den SPD-Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan, der die Schirmherrschaft übernommen hatte.

In seinem Grußwort sicherte Fuchs dem Verein seine Unterstützung als künftiger Bürgermeister zu. „Unsere Stadt muss dankbar sein, dass es hier solche Leute wie Helga Maschke und ihre Mitstreiter gibt, die sich des Themas ‚Krebs‘ annehmen, anderen helfen und ihnen den Weg zur Sonne wieder ebenen“, erklärte er. Auch Schirmherr Dietmar Nietan betonte, wie wichtig es sei, dass Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen und ihre Angehörigen Ansprache und Begleitung finden. Die Zusammenarbeit von vielen sei da nötig. „Es muss um die konkrete Situation des Menschen gehen. Es geht um Wertschätzung und Anerkennung und es geht auch um Selbststimmung und Würde“, erklärte er.

Musikalisch umrahmt wurde das Programm von Ingo Maschke am Klavier.

(Kr.)