Jülich: Sommerkirmes in Jülich erfährt wechselhaften Zuspruch

Jülich : Sommerkirmes in Jülich erfährt wechselhaften Zuspruch

Kinder genossen vier Tage lang bei überwiegend schönem Wetter die Fahrgeschäfte der Schausteller während der Sommerkirmes der Stadt Jülich auf dem Schlossplatz. Sie nahmen im Rennwagen mit offenem Verdeck oder in der Lokomotive auf der imaginären Rennstrecke des „Piston Cub“, im Raumschiff des fliegenden „Star Breakers“ oder etwa auf einer grünen Raupe mit Hut im Kinderkarussell Platz.

Einige Kids waren sichtlich in ihren Fantasien versunken, während sie ihre Runden auf dem Karussell drehten. Ferner winkten das Entenangeln der „Ducks of the Caribbean“, Zuckerwatte am Süßigkeitenstand oder der „Gewinnbagger“, der nach Münzeinwurf Bären oder Katzen in den unterschiedlichsten Farben und Formen aus der Plüschtier-Masse herauszubaggern vermag. Ein Getränke- und ein Imbisswagen und ein Kleiderverkaufsstand komplettierten die Kirmes.

„Klein, aber fein“, meinten einige Besucher. „Das ist ein Witz“, sagten andere. „Für die Kinder ist das toll. Egal, ob viel los ist oder sie alleine im Karussell sitzen“, brachte ein Vater zweier kleiner Kinder die Bedeutung einer Kirmes auf den Punkt.

Wie läuft denn das Geschäft für die Schausteller? „Nicht besonders“, sagt Karussellbetreiber Heinz Cremer. Aber er macht trotzdem weiter. „Ich bin damit geboren und werde damit sterben. Mit 73 bleibt einem nichts anderes übrig.“ Er fügt hinzu: „Solange es Spaß macht. Was gibt es Schöneres, als Kinder glücklich zu machen?“

Sonntagnachmittag war der beste Kirmestag. War das Karussell auch nur einmal rappelvoll? „Nein“, meint Cremer. „Früher auf dem Walramplatz und im Brückenkopf-Park war mehr los“, erinnert er sich. Wie lange ist die Schaustellerfamilie schon mit ihrem Fahrgeschäft auf der Sommerkirmes? „Schon immer, solange es die Kirmes gibt.“ Wie lange genau, kann Cremer nicht sagen.

„Die Kirmes in Jülich gab es schon vor dem Krieg“ meint er, sie ist Tradition.

(ptj)
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