Solar-Koch-Boxen für Entebe

Solar-Koch-Boxen für Entebe : „Zehner“ unterstützen Sozialprojekt des MGJ

„Wir kommen wieder“, hatte die Abordnung des SC Jülich 1910 im vergangenen Jahr nach ihrer Spendenübergabe im Mädchengymnasium Jülich (MGJ) zum Abschied versprochen. Auf den Tag genau ein Jahr später setzten nun Michael Lingnau, Peter Kosprd und Hans Scheiba das Versprechen in die Tat um.

Das Trio besuchte das MGJ, um mit den im Verlauf des 16. Ferienjugendcamps der „Zehner“ eingesammelten Spendengelder erneut das seit 2006 organisierte Afrika-Sozialprojekt des MGJ zu unterstützen.

Über eine Woche Fußballsport mit tollen Erlebnissen und viel Spaß hatten die Kinder sich im Juli gefreut und dabei nicht nur sportlich dazugelernt, sondern auch erkannt, dass Einsatz und Zusammenhalt wichtig für den Erfolg und das alltägliche Miteinander sind.

„Uns wird immer wieder die Frage gestellt, warum wir denn für Afrika sammeln würden, es gäbe doch genügend Organisationen in der Nähe, denen man spenden könne“, merkte „Zehner“-Vorstand Michael Lingnau an. Die Antwort darauf sei einfach und könne nur lauten: „Wir sammeln nicht für Afrika, wir sammeln für unser aller Zukunft.“

Wie eng alles miteinander verzahnt sei, zeige sich beispielsweise auch daran, dass Kinder aus 14 Nationen am Sommercamp der „Zehner“ teilgenommen hätten.

Alle zwei Jahre fährt Bettina Groos mit einer Schülerinnengruppe nach Afrika, um vor Ort gezielt Projekte in die Wege zu leiten. So hatte man bei der letzten Aktion 20 Haushalte in Uganda mit „Solar-Kits“ versorgt, und die Schülerinnen hatten bei der Herstellung von „Gemüseanbau-Säcken“ tatkräftig mit geholfen.

Im kommenden Jahr werden 14 Mädchen und vier Betreuerinnen in einem kleinen Ort in der Nähe von Entebbe bei der Installation von „Solar-Koch-Boxen“ aktiv. Natürlich ist die Mitarbeit einheimischer Familien Voraussetzung.

„Wir werden gemeinsam die Geräte zusammenschrauben und aufbauen“, sagte Projektplanerin Bettina Groos. Ziel sei es, vor Ort Projekte anzustoßen, die dazu beitragen könnten, die lokale Situation nachhaltig zu verbessern.

Nachhaltig beeindruckt ist auf jeden Fall die Führungsriege des SC Jülich 10/97 von der großartigen Eigeninitiative der Mädchen, die sich im MGJ-Projekt engagieren. So wird das Afrika-Sparschwein weiterhin bei den Heimspielen und beim nächsten Jugendcamp dabei sein.

Angedacht wurde die Präsentation eines Films, in dem die bisherigen Aktivitäten festgehalten wurden, bei einer Versammlung des SC Jülich 1910.

(jago)
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