Jülich: Skater-Contest: Brettartisten kämpfen um die EU-Qualifikation

Jülich: Skater-Contest: Brettartisten kämpfen um die EU-Qualifikation

Gleichgewichtssinn, Körperbeherrschung und Gefühl fürs Brett - diese Eigenschaften muss ein Skater schon mitbringen. Eine Vierte kommt noch hinzu: Er darf keine Angst vor blauen Flecken und Schrammen haben, denn oft genug knallt er hin. Die eiserne Regel aber lautet: Wer hinfällt, stellt sich sofort wieder aufs Brett.

Auch beim 1. Skater-Contest im Rahmen des Euregio-Cups im Jülicher Brückenkopfpark machte so mancher unliebsame Bekanntschaft mit dem Beton. Dennoch ging es sofort weiter, galt es doch, innerhalb von 90 Sekunden auf der Skaterbahn im Park die dreiköpfige Jury von seinen Fähigkeiten auf und mit dem Brett zu überzeugen. 19 Skater zwischen neun und 22 Jahren hatten sich zu diesem Kontest angemeldet und starteten in zwei Gruppen.

In der B-Kategorie traten die ungesponserten Fahrer an und in der A-Klasse befanden sich die Semi- Profis. Tolle Leistungen wurden gezeigt. Jeder Fahrer hatte einen Run von 90 Sekunden zu absolvieren. Anschließend wählte die Jury drei Elemente aus, an denen die Sportler ihre Fähigkeiten beweisen und zehn ihrer besten Tricks zeigen mussten.

Organisator dieses Wettbewerbs war der Verein „Hall of Fame” aus Gey, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Straßenkultur zu fördern. Betreut wurde der Wettkampf vor Ort von Stephan Schlepütz, besser bekannt unter dem Namen Lonar973.

Viele Gründe sind für die Jugendlichen ausschlaggebend, sich dem Skaten zu verschreiben. Zum einen ist es die sportliche Herausforderung, das Zusammensein mit Gleichgesinnten oder auch die Tatsache, wenigsten für einen kurzen Moment die Physik scheinbar außer Kraft zu setzen. Dies erklärte zumindest der 17-jährige Luke Müller, der zwar nicht antrat, aber das Geschehen mit der Kamera festhielt. „Ich kann das Board kippen, wie ich es will”, erklärte er.

Mit Leib und Seele dabei sind auch Lukas (14 Jahre) und Max (13). Sie starten beide in der B-Klasse. In der A-Klasse ist schon der zwölfjährige Richard am Start, von dem seine Kumpels behaupten: „Der ist gnadenlos gut”.

Neben zahlreichen Sachpreisen qualifizierten sich die Besten fürs Finale des EU-Cups in Eschweiler. Übrigens so betonte Lonar 973, war der Kontest keine Gegenveranstaltung zur zeitgleich laufenden Deutschen Meisterschaft im Sauerland. „Wir Skater stützen und helfen uns gegenseitig. Da ist keine Konkurrenz”, betonte er.

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