Siersdorf: Schusters „Check-up” schaltet Störfälle aus

Siersdorf: Schusters „Check-up” schaltet Störfälle aus

Als Chef der Gebrüder Schuster Heizung und Sanitär GmbH in Siersdorf kann Edmund Schuster aus einer 40-jährigen Berufserfahrung ein Lied davon singen, wenn plötzlich - zumeist an Wochenenden - womöglich noch bei Minusgraden die Heizung ausfällt.

Um solche Störfälle auszuschalten, hat der findige Handwerker mit dem System-Techniker Jürgen Nießen in fünf Jahren ein Diagnose-Gerät entwickelt. Es ermittelt beim „Check-up” frühzeitig mögliche Fehlerquellen. Über Module mit 24 Steckeinheiten schaltet sich Schuster in den laufenden Heizungsvorgang ein. Jetzt beginnt ein Messvorgang, der über Sensoren alle Bereiche erfasst.

Durch die ermittelten Daten kann der Fachmann sich nun ein genaues Bild von den Abläufen der Heizung machen. Mit Identifizierungen über Brennerstarts und Brennerlaufzeit, über Temperaturunterschiede im Leitungssystem, Anzahl der Warmwasseraufheizungen pro Tag, Druckverhältnisse in der Anlage und vielen anderen Daten wird an Hand der Ergebnisse nun ein Optimierungskonzept erstellt. Gleichzeitig kann mit dem Analysegerät auch festgestellt werden, ob die vorhandene Heizungsregelung dem Gebäude angepasst ist. Gleichzeitig werden Fehler in der Rohrhydraulik sichtbar gemacht. Selbst ein hydraulischer Abgleich ist möglich, schildert Schuster.

Das Gerät wird für etwa eine Woche an die zu erfassende Anlage angeschlossen, ohne dass der Heizungsvorgang beeinträchtigt wird. Während dieser Zeit besteht auch die Möglichkeit einer Online-Überwachung.