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Stockheim: Schulungsgebäude für Retter in Stockheim

Stockheim : Schulungsgebäude für Retter in Stockheim

Getreu dem Feuerwehr-Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr” wurde jetzt der Erweiterungsbau des Feuerschutztechnischen Zentrums des Kreises Düren in Stockheim eingeweiht.

Auf dem Gelände der Rettungsleitstelle des Kreises ist in weniger als acht Monaten ein Gebäude entstanden, das der Verwaltung, vor allem aber der Schulung von ehren- und hauptamtlichen Helfern dienen wird.

5,6 Millionen Euro hat der Kreis Düren ausgegeben, um nach Plänen des Architekten Walter Niklas ein Gebäude mit 1500 Quadratmetern Nutzfläche zu schaffen. In den Kosten enthalten sind die Innenausstattung, der große Parkplatz und die Überdachung der Tankanlage.

Verantwortlich für die Erstellung des Neubaus war die GWS, die Wirtschafts- und Strukturförderungsgesellschaft im Kreis Düren.

Der Neubau war nötig geworden, weil die
bisherigen Schulungsräume im Zuge der Einführung der Digitaltechnik in die Rettungsleitstelle des Kreises weggefallen waren.

Mit Volker von Eckardstein, Lars Goebel und Folkhard Werth waren bei der Einweihungsfeier gleich drei Geistliche zur Stelle, um den göttlichen Segen für die künftigen Nutzer des Neubaus zu erflehen.

Sie segneten ein Kreuz als Symbol der Hoffnung und des Miteinanders und überreichten es Hermann-Josef Cremer, dem Chef der Einsatzleitstelle.

„Dieses Schulungs- und Verwaltungsgebäude ist ein Objekt, das seinesgleichen sucht”, stellte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Einweihungsfeier mehr als einmal fest.

Im Erdgeschoss befindet sich neben der Kantine, in der 90 Personen verpflegt werden können, unter anderem ein 150 Quadratmeter großer Planspielraum, in dem die verschiedensten Einsatzszenarien in einer Modelllandschaft durchgespielt werden können.

Im Obergeschoss gibt es drei weitere Schulungsräume, die dank flexibler Wände auf die Größe der jeweiligen Lerngruppen zugeschnitten werden können.

„Was wir hier gebaut haben, dient der Erfüllung eines öffentlichen Auftrages”, sagte der Landrat in seiner Rede vor zahlreichen Gästen, darunter viele Bürgermeister.

„Ohne die vielen freiwilligen Feuerwehrleute, die sich in ihrer Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit engagieren, wäre die öffentliche Hand finanziell überfordert. Deshalb war es geboten, hier für die Schulung der Freiwilligen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen”, begründete Spelthahn die große Investition.

Letztlich bezeichnete der Landrat alle als Gewinner: Die Mitarbeiter der Kreisbrandschutzzentrale, diejenigen, die künftig in Stockheim geschult werden, und die Bürger, zu deren Sicherheit die Hilfsdienste arbeiten.

„Alles drängt nach Stockheim, denn etwas Derartiges gibt es weit und breit nirgends”, stellte Leitstellenchef Cremer erfreut fest. In diesem Jahr seien nur etwa zehn Wochenenden noch nicht belegt.

Neben den Rettungsorganisationen aus dem Kreis Düren, die die Einrichtung kostenlos nutzen können, haben sich Interessenten aus dem ganzen Land angemeldet, um die hervorragende Ausstattung des Zentrums in Stockheim zur Schulung zu nutzen.