Aldenhoven: Schulerweiterung Aldenhoven: Erste Pläne im September

Aldenhoven : Schulerweiterung Aldenhoven: Erste Pläne im September

Der Rat der Gemeinde Aldenhoven hat sich entschlossen, aufs Tempo zu drücken, was das Erweitern der Gesamtschule am Pestalozziring angeht. Bis zur nächsten Sitzung im September soll ein Planungsbüro aufzeigen, wie der Schulstandort erweitert werden kann.

Bekanntlich tragen die Stadt Linnich und Aldenhoven die im Aufbau befindliche Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL) gemeinsam. Bisher werden die Klassen fünf bis sieben in Aldenhoven unterrichtet, die acht und nach dem Sommerferien neun sowie in Zukunft alle älteren Jahrgangsstufen in Linnich. Ein zuvor lange umstrittener Aldenhovener Ratsbeschluss soll bewirken, dass die achten Klassen entsprechend der ursprünglichen Pläne nach Aldenhoven (zurück-)verlegt werden sollen. Derzeit ist das aufgrund von Platzmangel nicht möglich.

Der Platz soll jetzt so schnell wie möglich geschaffen werden — zumindest soll die Planung zeitnah ins Rollen kommen. Der Rat hat einstimmig beschlossen, das Aachener Architekturbüro Hausmann mit ersten Planungen zu beauftragen, die im September vorgelegt werden können. „Wir haben ein verdammt enges Zeitfenster“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Georg Krapp (CDU).

Das Ziel des Rates: Bereits nach dem Sommerferien 2019 sollen die insgesamt fünf achten Klassen in Aldenhoven unterrichtet werden. Bürgermeister Ralf Claßen (CDU) gab zu bedenken, dass die Stadt Linnich erklärt habe, ausreichend Platz zu haben, so dass ein Umzug 2019 nicht zwingend nötig sei. Trotzdem blieb der Rat beim eng gefassten Zeitplan.

In Monheim?

SPD-Fraktionsvorsitzender Marcus Buder fügte hinzu, dass man den Architekten eine Größenordnung von 500 bis 600 Quadratmetern an die Hand geben solle für die Planung. Dieter Froning, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft (FWG), mahnte an, einen Finanzrahmen abzustecken.

„Ich dachte fast, wir befinden uns in Monheim“, sagte Froning und spielte darauf an, dass Aldenhoven als Stärkungspaktkommune zu den Gemeinden mit finanziellen Problemen zählt. Im Gegensatz zu Monheim, das seit Jahren als finanzielle Vorzeigekommune in NRW gilt. Froning umriss den Rahmen, der den Architekten an die Hand gegeben werden soll: 775.000 Euro aus dem NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“ für den Bau der fünf Klassenräume, 783.000 aus einem Bundesprogramm, plus zehn Prozent Eigenanteil, um den Bau einer Mensa und dreier Funktionsräume zu finanzieren. Die ersten Planungskosten sollen aus aktuellen Haushaltsüberschüssen bezahlt werden.

Claßen stellte fest, dass das gemeinsame Suchen nach einem Ratsbeschluss ein „konstruktiver Ansatz sei“, merkte aber an, dass das Schaffen von mehr Platz an der Gesamtschule nicht die einzige Schulbaustelle sei. „Jeder sollte berücksichtigen, dass das gesamte Fördergeld so auf eine Schule konzentriert wird.“ Unter anderem zählte er auf, dass die Sanierung der Großturnhalle dringend notwendig und teuer sei. Trotzdem stimmte der Rat einstimmig dafür, in Sachen Gesamtschulerweiterung auf das Tempo zu drücken.

(jan)
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