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Rurdorf: Schützen ziehen mit Musik und Donnerhall durch Rurdorf

Rurdorf : Schützen ziehen mit Musik und Donnerhall durch Rurdorf

Die St. Pankratius-Schützenbruderschaft 1869 Rurdorf hat innerhalb ihrer Traditionen ihren Festumzug durch das Dorf veranstaltet. Dabei waren die befreundeten Schützenbruderschaften und Musikkapellen so zahlreich vertreten, dass sie den Rahmen des großen Festzeltes sprengten.

Vom Start bei dem Festzelt wurden zuerst die Majestäten von den Teilnehmern des Festumzuges und durch die zahlreichen Zuschauer abgeholt. Dabei traten König Helmut Schiffer und Königin Sabine Pelzer gemeinsam mit den Adjutantenpaaren Lothar und Uschi Zitzen und Dominik und Melanie Zitzen vor den Festumzug, um diesen — die Männer salutierend — abzuschreiten.

Dabei schritten sie vorbei an der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Müntz mit Königin Christane Hintzen und Johannes Hintzen, die zweite Garde des Ulanen-Regiments Königshoven, dem Artilleriezug Königshoven, der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Linnich und selbstredend an den St. Pankratius Schützenbruderschaft Rurdorf vorbei.

Gutes Gefühl

Dabei ist das Königspaar erst am vergangenen Freitag inthronisiert worden. „Es ist ein gutes Gefühl, in Rurdorf ein Königspaar zu sein“, sagte Schützenkönigin Sabine Pelzer. Nicht gebürtig aus Rurdorf, sei sie trotzdem sehr gut aufgenommen worden. Für Helmut Schiffer erfülle sich mit dem Amt ein Traum. „Ich war 1997 Jungschützenprinz. Ich wollte schon immer einmal Schützenkönig sein.“

Anschließend reihten sie sich in den Zug ein und gingen weiter durch das Dorf, um am Pfarrheim und der gegenüberliegenden Kirche auszukommen.

Dort drehte sich das Bild. Während der Parade schritten die Abteilungen dieses Zuges an den Majestäten und Adjutanten vorbei. Hierbei sorgten die Blaskapelle Brachelen, der Trommler- und Pfeiferkorps Holzweiler, der Bundestambourkorps Königshoven und die Rotbach-Krainer aus Erftstadt für die Musik. Begleitet wurde die Musik und die Parade vom Kanonendonner des Artilleriezuges aus Königshoven, die eine Kanone mitgebracht hatten, die von einem königsblauen Traktor gezogen wurde. Bei den meisten Schüssen erschreckten sich Teile des Publikums wegen des Knalls, reagierten aber hernach mit erleichtertem Gelächter.

Beim anschließendem Einmarsch in das Festzelt, bei dem alleine der Zug das Festzelt füllte, spielten die Kapellen zusammen ein letztes Lied vor einem gemütlichen Ausklang. Vorher hielt der Brudermeister der Pankratius Schützenbruderschaft, Michael Schäfer, vor allen eine Rede: „Ein Event dieser Größenordnung gibt es hier nicht jeden Tag im Dorf“, sagte dieser und weiter „Und einen König wie Helmut zu haben, ist etwas ganz Tolles.“ Mit dem Kommando von Leo Schicktanz „Tretet weg“ ging die Feier im Festzelt los.