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Jülich: Schüler und Studenten jobben in Ferien

Jülich : Schüler und Studenten jobben in Ferien

Schüler und Studenten nutzen Sommer- und Semesterferien, um sich vom Lernstress zu erholen, die Seele im Freibad oder am Badesee baumeln zu lassen oder in den lang ersehnten Urlaub zu fahren.

Einem großen Teil der jungen Menschen dient die Zeit aber dazu, den einen oder anderen Euro mit Jobs zum Beispiel in der Gastronomie, in Supermärkten, im produzierenden Gewerbe oder an Tankstellen zu verdienen. Wieder andere wollen sich Einblicke ins Berufsleben verschaffen.

So „opfern” Schüler ihre Sommerferien, um beim Unternehmen SIG Combibloc in Linnich ein Betriebspraktikum zu absolvieren. Die 19-jährige Alexandra Sutter hat eine Praktikumsstelle bei dem Getränkekartonhersteller ergattert.

Für mehrere Wochen lernt sie den Betrieb kennen und freut sich sehr über diese Chance. „Mein Wunsch ist es, den Beruf der Verpackungsmittelmechanikerin bei SIG zu lernen”, erklärt sie ihre Motive.

Herbert Reis leitet die Ausbildungswerkstatt des Unternehmens und kann Schülern betriebliche Praktika wärmstens empfehlen.

„Schüler sollten so viele Praktika wie möglich machen. Das hat mehrere Vorteile. In einem mehrwöchigen Praktikum kann ein Schüler zum einen feststellen, ob ihm der Beruf, den er ergreifen möchte, wirklich liegt und ihm die Arbeit Spaß macht. Zum anderen ist es für das Unternehmen hilfreich, wenn man die Personen, die sich auf Ausbildungsstellen bewerben schon einmal kennen gelernt hat.”

Bei SIG Combibloc würden aus der Masse der Bewerber auf Ausbildungsplätze ungefähr 30 Prozent aus ehemaligen Praktikanten ausgewählt. Von ihnen kenne man bereits die Einstellung zur Arbeit und könne sie besser einschätzen als eine Person, mit der man sich lediglich eine Stunde im Bewerbungsgespräch unterhalten habe, berichtet der Ausbilder.