Barmen: Schüler aus dem Kreis über Gefahren im Netz aufgeklärt

Barmen: Schüler aus dem Kreis über Gefahren im Netz aufgeklärt

Kinder und Jugendliche nutzen digitale Medien wie Whats­App, Instagram, Facebook und andere Dienste. Smartphones sind ständige Begleiter — nahezu rund um die Uhr. Doch: Neben den unendlichen Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten lauern Gefahren im Netz: Cyber-Mobbing, Sexting (private Kommunikation über sexuelle Themen), Hacker, problematische Internetbekanntschaften.

Um Kinder und Jugendliche für diese Themen zu sensibilisieren, organisierte der Verein Basta Düren das Smart-User Projekt. Ziel ist es, Schüler über das Thema „sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien“ aufzuklären.

Die Jugendlichen wurden in einem dreitägigen Kurs ausgebildet, um an ihren Schulen wiederum eine Multiplikatoren-Funktion zu übernehmen. Sie sind dann Smart User und können jüngeren Schülern ihr Wissen vermitteln. Der Verein „Innocence in Danger“ organisierte das Projekt in den Räumen von Haus Overbach. Beteiligt waren Schüler der Klassen 8 des Gymnasiums Haus Overbach Jülich, Gymnasiums Zitadelle Jülich, des Rurtal-Gymnasium Düren und der Dürener Realschule Wernersstraße. Am Ende der drei Tage stellten sie ihre Ideen und Arbeitsergebnisse vor.

Die Schüler hatten sich unter anderem mit Täterstrukturen und der Frage beschäftigt, wo Betroffene Hilfe holen können. Über Gefühle wurde gesprochen: Wann sind die eigenen Grenzen im persönlichen Gespräch im Chatroom erreicht? Wann taucht ein komisches Gefühl auf? Auch das eigene Verhalten sollte reflektiert und online und offline nur das gesagt werden, was man auch selbst gesagt bekommen möchte. Im Hinblick auf die Verbreitung von Fotos wurde das Recht auf das eigene Bild angesprochen.

Die Schülergruppen beabsichtigen nun, an ihren Schulen Sprechstunden für jüngere Schüler zu organisieren, Artikel in der Schülerzeitung zum Thema zu veröffentlichen oder Patenschaften von Fünftklässlern zu übernehmen.

Gesponsert wurde das Angebot von der Regionalen Initiative Dürener Zahnärzte (RIDZ). Das Geld stammt aus einer Goldsammelaktion.

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