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Jülich: Schmerzkonferenz zieht positive Bilanz

Jülich : Schmerzkonferenz zieht positive Bilanz

Vor einem Jahr haben niedergelassene Ärzte aus Jülich eine interdisziplinäre Schmerzkonferenz mit dem Malteser Krankenhaus gegründet.

Die Bilanz bei der Rückschau fiel positiv aus.

Mit Ausnahme der Sommermonate treffen sich Therapeuten jeden dritten Mittwoch im Monat, um schwierige Schmerzbilder von Patienten und Möglichkeiten der Therapie für die Leidtragenden zu besprechen.

Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte und Krankengymnasten nehmen an dieser Konferenz teil. Mit ihrem vielfältigen Wissen unterstützen sie multidisziplinär die Versorgung ihrer Patienten, die bei den Treffen anwesend sind und ihre Beschwerden schildern.

Die Zusammenarbeit hat besonders für die chronischen Schmerzpatienten im Raum Jülich zu einer spürbaren Verbesserung der Versorgungsqualität geführt. Das intensive Gespräch verbessert das Wissen kontinuierlich, Netzwerke der integrierten Versorgung entstehen.

„Chronischer Schmerz ist ein allgegenwärtiges Problem”, sagt Dr. Rudolf Jegen, neuer Chefarzt der Schmerzambulanz am Malteser Krankenhaus. Bis zu fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Beschwerden, seien es Rücken-, Gelenk- oder Kopfschmerzen.

Dr. Hans-Ulrich Giesen, Oberarzt der Schmerzambulanz, erläuterte, dass qualifizierte Schmerztherapie helfen kann, chronische Leiden zu vermeiden und damit Invalidität und vorzeitige Verrentung verhindert werden können.

In diesem Zusammenhang betonen die Schmerztherapeuten die gute Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen in der Region. So beteiligten sich etwa die Rheumaliga und die Fibromyalgieselbsthilfe an einem Tag der Offenen Tür.

Neben den chronisch Schmerzkranken betreuen die Therapeuten onkologische Patienten, die beispielsweise an Tumoren leiden. Das Krankenhaus kann durch seine Versorgungsstruktur (u.a. Ambulanter Hospiz- und Ambulanter Pflegedienst) Hilfe aus einer Hand anbieten. „Für die Zukunft wünschen wir uns für unsere Patienten zwei oder drei Betten für die Palliativmedizin”, sagt Dr. Jegen.