Jülich: Schlossplatz glänzt in leuchtenden Farben

Jülich: Schlossplatz glänzt in leuchtenden Farben

„Es ist schon wahnsinnig kreativ, was sich die Ausstellerinnen hier so alles einfallen lassen”, schwärmte eine Besucherin des Kunst- und Handwerkerinnenmarktes in Jülich zu ihrer Begleiterin, als sie an den zahlreichen Buden vorbeischlenderten.

„So viele ausgefallene und schöne Sachen auf einen Flecken sieht man selten.” Mit diesen Worten fasste sie zusammen, was wohl die meisten Kunstfreunde dachten, die den Markt auf dem Schlossplatz besuchten.

Der Kunst- und Kunsthandwerkerinnenmarkt, der den Schlossplatz in bunten Farben erstrahlen ließ, lockte zahlreiche Schaulustige in die Herzogstadt, die sich dicht gedrängt an den Ständen vorbeischoben.

Textil- und Handarbeiten der unterschiedlichsten Art, handgefertigter Schmuck, Holzdekorationen und -spielzeug, Floristik, Metall- und Glasarbeiten - in der kleinen Zeltstadt wurden die unterschiedlichsten Interessen und Geschmäcker bedient.

Seit vielen Jahren gehört der Kunst- und Handwerkerinnen Markt fest in den Terminkalender all jener, die kunsthandwerkliche Sorgfalt und Vielfalt zu schätzen wissen. Auch die Künstlerinnen, die ihre Arbeiten präsentieren, sind vom Ambiente begeistert.

„Ich komme seit vielen Jahren zum Schlossplatz. Hier mag ich vor allem, dass die Besucher nicht nur die fertigen Produkte begutachten sind, sondern sich wirklich dafür interessieren, wie sie hergestellt werden”, schwärmt Ausstellerin Anette Glasmachers.

Sie stellt Keramikwaren aus und wollte den Interessierten auch gerne Einblick in ihre Arbeitsweise geben. Deshalb hatte sie auch ihre Töpferscheibe mit im Gepäck. „Leider hat mir der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste die Töpferscheibe wieder einpacken”, bedauert sie.

Dennoch ließen sich weder Anette Glasmachers noch ihre Kolleginnen oder Besucher vom Regen den Spaß am Kreativmarkt verderben. „Hier fühlt man sich einfach wohl - auch wenn es zwischendurch immer wieder wie aus Kübeln schüttet”, erklärt Anette Glasmachers. Wie sie kommen beinahe alle Ausstellerinnen regelmäßig zum Kunst- und Handwerkerinnenmarkt nach Jülich. Auch Claudia Hartung ist nicht zum ersten Mal hier. Sie bietet selbstgemachte Teddybären feil und zeigt Interessierten, wie man einen Bären näht.

Oder sie übernimmt als „Bärendoktor” die „medizinische Versorgung” der flauschigen Lieblinge, an denen schon der Zahn der Zeit oder versehentlich der des Haustieres genagt hat. „Ich selbst sammle seit vielen Jahren alte Teddybären. Irgendwann habe ich dann einen Kurs mitgemacht, in dem man lernte, wie man die Bären restauriert. Grundlage dafür war jedoch zu wissen, wie man einen Teddybären selbst herstellt. Seitdem ist es meine große Leidenschaft, Teddys zu nähen. Und die teile ich gerne auch mit anderen Teddyliebhabern”, erinnert sie sich an die Anfänge ihres kunsthandwerklichen Schaffens.

Modefans im neuen Look

Wer dagegen zum Markt gekommen war, um ein einzigartiges Geschenk zu finden, war am Stand von Iris Buchmann genau richtig. Sie präsentierte ihre einzigartigen Kerzen, die sie in diversen Farben und Formen herstellt. Für Modefans gab es handgewebte und -genähte Kreationen aus allen erdenklichen Stoffen, die nur darauf warteten, sich an die Haut der Damen zu schmiegen. Schmuck aus (fast) allen erdenklichen Werkstoffen komplettierte den neuen Look.

Natürlich konnten die Besucher auch die kulinarische Seite des Kunsthandwerks erleben: In der Grünen Ecke hatten die Besucher die Möglichkeit, ihren Gaumen mit Spezialitäten verwöhnen lassen: Frucht- und Beerenweine, Käse, Liköre, hausgemachte Dips, Saucen, Öl, Pesto und Fruchtleder boten kulinarische Genüsse und luden zum Schmecken ein.