Langerwehe: „Schlossfestspiele” werden mit offenen Armen empfangen

Langerwehe: „Schlossfestspiele” werden mit offenen Armen empfangen

Die „Schlossfestspiele” am Schloss Merode werden von der Töpfergemeinde mit weit geöffneten Armen aufgenommen.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend wurde quer durch die Fraktionen die Verlegung der Festspiele von Nideggen in die „Herrschaft” fast wie ein kulturelles Geschenk des Himmels gefeiert. Die Ratsfraktionen sehen in den Schlossfestspielen eine große Chance, die Gemeinde und ihr kulturelles Angebot zu präsentieren. „Da ist wohl eine Sondersitzung des Kulturausschusses notwendig”, mutmaßte Astrid Natus-Can (CDU). Es gelte beispielsweise zu klären, ob das Töpfereimuseum eingebunden werden kann und wie sich die Gemeinde selbst darstellen kann.

Auch von den Grünen kamen Freudenrufe. „Wir brauchen unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen; in Langerwehe hat sich kulturell einiges getan”, sagte Jens Ferner. „Darauf können wir stolz sein”, pflichtete ihm Freidemokrat Hans-Joachim Riediger bei. Erfreut, aber etwas weniger euphorisch zeigte sich SPD-Sprecher Rolf Kurth. „Die Gemeinde steht nur in zweiter Reihe, denn Veranstalter ist die Kulturinitiative”, betonte er und regte an, mit dem Kreis Gespräche darüber zu führen, dass die Schlossfestspiele in Merode keine einmalige Attraktion bleiben.

Recht sachlich ging Bauausschuss-Vorsitzender Dieter Zietz das Thema an. „Wir müssen die Bevölkerung mitnehmen und rechtzei-tig die logistischen Probleme angehen”, forderte er und fand damit Zustimmung der Ratskollegen. Bürgermeister Heinrich Göbbels zeigte sich unter anderem daran interessiert, „dass auch bei Gastronomie und Geschäftswelt etwas hängen bleibt”. Einig war man sich im Gemeinderat, dass Eile geboten ist, denn die Termine stehen fest. Und wer da noch mitspielen will auf der Schlossfestspielbühne, muss sich sputen.