Aldenhoven: Scharfe Rüge im Rat: Tertel attackiert die SPD

Aldenhoven: Scharfe Rüge im Rat: Tertel attackiert die SPD

Mit einem Paukenschlag begann die jüngste Sitzung des Aldenhovener Gemeinderates. Thema war die Patenschaft für den ersten Kreisel am Ortsausgang Richtung Autobahn. Nach einer Veröffentlichung der SPD in einem Wahlkampfblatt sah sich Bürgermeister Lothar Tertel zu einer Klarstellung genötigt.

Die Genossen hatten ihre im September beantragte Patenschaft für die „Insel” reklamiert, die indes schon im November zurück an die Gemeinde gegangen ist. Da sich die SPD nicht mehr gemeldet habe, aber eine Vereinbarung mit Straßen NRW bestehe, habe die Verwaltung handeln müssen.

Mit der Hilfe eines engagierten Bürgers sei es sogar gelungen, drei Unternehmen zu gewinnen, die den Kreisverkehr herrichten, kostenlos mit einem Kunstwerk gestalten - die Gemeinde trägt lediglich Sach- und Personalkosten - und später auch die Pflege übernehmen.

„Die Firmen überlegen, ob sie von ihrem Angebot zurücktreten”, begründete Tertel seinen Vorstoß Öffentlichkeit mit der Sorge, dass der Gemeinde durch die SPD-Veröffentlichung ein Schaden drohe. „Zum Anstand gehört auch Ehrlichkeit”, warf Tertel den Genossen einen „klassischen Fall von Trittbrettfahrerei” vor.

„Wir stehen zu unserem Wort im September”, musste SPD-Sprecher Udo Wassenhoven zwar im konkreten Fall Kommunikationsprobleme mit dem Bürgermeister und eigene Versäumnisse eingestehen („ist über den Winter im Sande verlaufen”), verbat sich aber den Ton der Zurechtweisung, „die ihres Amtes unwürdig ist”. Als er die Erdarbeiten auf dem Kreisverkehr entdeckt habe, sei der Wahlkampf-Flyer schon in Druck gewesen.

Nun hat die Aldenhovener SPD immerhin noch Gelegenheit, über eine Patenschaft den zweiten Kreisel zu betreuen.

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