Ederen: SC Ederen spielt mit der Aufstiegsmannschaft um den Klassenerhalt

Ederen : SC Ederen spielt mit der Aufstiegsmannschaft um den Klassenerhalt

„Wir wurden vom Aufstieg überrascht. Schließlich erreichte uns die Nachricht erst am letzten Spieltag.“ Als Ederens Trainer Georg Rothkranz das letzte Pflichtspiel der vergangenen Saison zu Hause gegen Koslar mit 3:1 gewonnen hatte, war Tabellenplatz 2 sicher.

Mit Spitzenreiter Lohn hatte sich der SCE wochenlang ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert und trotz der Herbstmeisterschaft am Ende doch das Nachsehen. Dennoch gelang der direkte Wiederaufstieg.

„Damit hatten wir nicht gerechnet“,räumt Rothkranz ein, der mit seiner Mannschaft davon profitierte, dass sich mit Wenau II und Rurdorf zwei Mannschaften aus der A-Liga zurückzogen, mit Huchem-Stammeln ein zusätzlicher Aufsteiger über die Qualifikation aufstieg. „Wir hatten unsere Planungen für die zweite B-Ligasaison bereits abgeschlossen.“

Rothkranz nahm mit seiner Mannschaft den Aufstieg „hin“. Es wurde gefeiert und es wurde sich optimal auf die Rückkehr vorbereitet. Denn für den SC-Coach steht fest, dass die jetzige Zusammensetzung der A-Liga die „stärkste seit Jahren“ ist.“ Rothkranz spricht aus Erfahrung, der 56-Jährige war lange Zeit in den hiesigen Ligen aktiv.

Als sportliches Ziel gilt der Klassenerhalt. „Wir konnten nur drei Neuzugänge holen, haben dafür aber keinen einzigen Abgang. Die Mannschaft ist somit zusammen geblieben, ist eingespielt“, leitet Rothkranz daraus berechtigte Hoffnungen ab, auch das Klassenziel erreichen zu können. Von insgesamt 21 Akteuren stehen allerdings sechs sozusagen als Standby-Spieler zur Verfügung.

Von den Neuen erwähnt er insbesondere Rückkehrer Tobias Goebel. „Der wird die Abwehrreihe maßgeblich verstärken“, urteilt er, sieht aber auch im Mittelfeld eine deutliche Steigerung. „Generell stimmt die Balance zwischen den einzelnen Bereichen.“ Dass es direkt zum Saisonauftakt zum Aufsteigerduell bei der SG Nörvenich/Hochkirchen kommt, sieht Rothkranz als positiv an. „Da weiß man direkt, wo man steht.“

Zu Hause steht das erste Spiel gegen Rhenania Lohn im Blickpunkt. Wenn man so will ein altes Derby aus gemeinsamen Tagen in der A-Liga. „Wir freuen uns darauf“, blickt Rothkranz nach vorne. Und sieht mit dem nachfolgenden Spiel bei Alemannia Lendersdorf eine erste Standortbestimmung als abgeschlossen an. Denn Lendersdorf zählt er, wie auch den Türkischen SV Düren, zu den absoluten Anwärtern auf die Meisterschaft.

(hfs.)
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