Jülich: RWE-Fahrzeug demoliert: Aktivisten festgenommen

Jülich: RWE-Fahrzeug demoliert: Aktivisten festgenommen

Mutmaßliche Tagebaugegner haben am Samstagabend in Jülich ein Fahrzeug des Energieversorgers RWE demoliert. Die Polizei nahm eine Frau und einen Mann fest. Während deren Personalien auf der Wache aufgenommen wurden, demonstrierten vor dem Gebäude Aktivisten für ihre Freilassung.

Gegen 22.50 Uhr meldeten Zeugen der Polizei, dass mehrere Personen an dem im Stadtgebiet geparkten Fahrzeug sämtliche Scheiben einschlugen und den Wagen beschädigten. Zudem beklebten sie das Fahrzeug mit Aufklebern mit Bezug zum Widerstand gegen den Braunkohleabbau durch RWE. „Das Fahrzeug war deutlich als Fahrzeug des Konzerns erkennbar“, heißt es im Bericht der Kreispolizeibehörde Düren.

Die eintreffenden Polizeibeamten trafen in der Nähe zwei Tatverdächtige an. Die Frau und der Mann wollten ihre Personalien nicht angeben und wurden vorläufig festgenommen. Eine Fahndung nach weiteren Verdächtigen verlief erfolglos. Die festgenommene Frau wurde unter Einbeziehung der Aachener Ermittlungskommission Hambach anhand eines Ausweises identifiziert. Der festgenommene Mann konnte nicht identifiziert werden, er wurde erkennungsdienstlich behandelt.

Während die beiden Festgenommenen in Polizeigewahrsam waren, „erschienen mehrere, augenscheinlich der Aktivistenszene angehörige, Personen vor der Polizeiwache in Jülich und verlangten lautstark die Freilassung der Tatverdächtigen“, berichtet die Polizeibehörde. Die Protestierenden entfernten sich nach einer Weile wieder.

Die beiden Tatverdächtigen seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen worden. Die weiteren Ermittlungen gegen wegen Sachbeschädigung gegen sie werden durch die Ermittlungskommission Hambach geführt. Den entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei auf mehrere Tausend Euro.

(red/pol)
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