Rurtalbahn: Vandalismus nimmt zu, zwei Züge demoliert

Zwei Züge demoliert : Vandalismus in der Rurtalbahn nimmt zu

Die Rurtalbahn hat im Kreis Düren zunehmend mit Vandalismus-Schäden zu kämpfen. So wurden am vergangenen Wochenende gleich zwei Züge aufgebrochen.

Nach Angaben von Markus Königs, bei der Rurtalbahn Geschäftsbereichsleiter Schienen-Personen-Nahverkehr, hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag am Endhaltepunkt in Linnich Unbekannte eine Zugtür aufgehebelt um anschließend den Fahrkartenautomaten aufzubrechen.

„Die Tür ist so verbogen, dass sie sich nicht mehr schließen lässt. Wir mussten dann ein Ersatzfahrzeug aus Jülich holen. Das hat zu Verzögerungen im Fahrplan geführt“, erklärt Königs.

Tags drauf, in der Nacht zu Montag, erneut ein Vorfall. Diesmal hebelten am Haltepunkt in Heimbach Unbekannte erneut einen Zug auf, um an das Geld im Fahrkartenautomaten zu gelangen.

Die Beute dürfte dabei gering ausgefallen sein, der Sachschaden ist allerdings deutlich größer. Der dürfte sich, vermutet Königs, im fünfstelligen Bereich bewegen. In diesem Fall war es für die Rurtalbahn besonders ärgerlich, dass der Zug am Montabmorgen nicht betriebsbereit war, immerhin wird es von vielen Schülern genutzt, die zum Gymnasium in Kreuzau fahren. In beiden Fällen hat die Rurtalbahn Anzeige bei der Polizei erstattet, die nun ermittelt.

Gerade im Bereich Heimbach, sagt Königs, hätten sich in den den vergangenen Monaten die Vandalismusschäden gehäuft. In einem Fall hatten Unbefugte gar die Bremsanlage beschädigt. „Da wurden Absperrhähne für die Druckluft geschlossen. Das wirkt sich auf das Bremssystem des Zuges aus. Zudem wurden Stromkabel gezogen“, erläutert Königs.

Zwar fallen diese Eingriffe bei der Überprüfung vor Fahrtbeginn auf, so dass Fahrgäste nicht gefährdet werden, für Königs ist das aber schon weit mehr als nur Vandalismus. Die Rurtalbahn hofft nun, dass Zeugen bei der Aufklärung behilflich sein können. Hinweise nimmt die Polizei unter 02421/9496425 entgegen.

(bugi)