Schleiden/Aldenhoven: Rundenwettkämpfe der Schützen laufen

Schleiden/Aldenhoven: Rundenwettkämpfe der Schützen laufen

In den höheren Freihand-Ligen der historischen Schützen haben die Rundenwettkämpfe schon vergangene Woche begonnen. Die Freihand- und Auflageschützen auf der Ebene des Bezirksverbandes Jülich treten erst nach den Herbstferien an. Das wurde auf der Schießmeister-Tagung in Schleiden festgelegt.

Eine Woche später diskutierten die Mannschaftsführer im Aldenhovener Kapuzinerkeller über die beginnende Saison. Hauptproblem ist die unterschiedliche Schusszahl in den drei Ligen im Auflageschießen. Lediglich die sieben Mannschaften der 1. Bezirksklasse schießen das 30-Schuss-Programm, das auch in der Sportordnung vorgesehen ist. Die übrigen Teams der 2. und 3. Bezirksklasse halten das nicht für zumutbar. Sie beschränken sich auf 20 Schuss.

Anders als beim Freihandschießen tendiert die körperliche Anstrengung beim Auflageschießen gegen Null. Alle Jahre wieder werden hierfür die fadenscheinigsten Begründungen angeführt. „Dann wird es uns zu spät, oder: Morgen muss ich früh raus“. Dabei beträgt der Zeitaufwand für zehn Schuss mehr bei der maximal vorgegebenen Zeitdauer nur 15 Minuten, bei in der Regel zwei Durchgängen höchstens eine halbe Stunde, in der Praxis eher deutlich weniger.

Bezirksschießmeister Hans Rennett, der die 30-Schuss-Regel seit Jahren durchsetzen möchte, knickt jedes Jahr ein, weil dann gedroht wird: „Dann ziehen wir unsere Mannschaft zurück.“ So ist kein geregelter Auf- und Abstieg zwischen 1. und 2. Bezirksklasse möglich. St. Rochus-Jülich hat inzwischen seine Mannschaft aus der 1. Bezirksklasse zurückgezogen. Stattdessen steigt St. Sebastianus Rödingen auf, die als einzige bereit ist, die höhere Schusszahl zu leisten. Einen zweiten Absteiger aus der 1. und damit einen zweiten Aufsteiger aus der 2. Liga gibt es nicht. Das widerspricht zwar der Sportordnung, diese lässt indes andererseits zu, dass jeder Bezirk seine eigenen Regeln bildet. Nur bei den Meisterschaften muss sie durchgesetzt werden. Es bleibt in dieser Saison noch beim „Wunschkonzert“, so Rennett zähneknirschend.

Eine weitere Neuerung ist, dass es in der kommenden Saison mangels Teilnehmern keine Rundenwettkämpfe mehr für die Schüler gibt. Einige Vereine haben ihre Schüler in die Freihandmannschaften integriert. Für die Auflageschüler werden offene Staffeltage für alle interessierten Schüler angeboten, nicht zuletzt auch als Nachwuchswerbung.

Bei der Leitung des Schießbetriebs auf Bezirksebene bleibt alles wie gehabt: Die Schießmeister wählten Hans Rennett zum Bezirksschießmeister, Walter Wittig ist sein Vertreter. Der Sportausschuss wurde mit Karl-Heinz Wieland und Ingo Prinzen komplettiert. In Aldenhoven holte Hans Rennett eine Ehrung aus den Diözesanmeisterschaften nach und verlieh zwei Gold- und eine Bronzemedaille an Dieter Mingers aus Aldenhoven.

Die Bezirksmeisterschaften 2016 werden in der Woche nach Karneval in Schleiden ausgetragen. Am 11. Oktober ist in Lich-Steinstraß das Bezirksmajestätenschießen.

(gre)
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