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Spenden sammeln: Rund 1000 Schülerinnen und Schüler beim Jülicher Friedenslauf dabei

Spenden sammeln : Rund 1000 Schülerinnen und Schüler beim Jülicher Friedenslauf dabei

Schülerinnen und Schüler aus acht Schulen haben am diesjährigen Jülicher Friedenslauf teilgenommen. Eine Schulband sorgte für musikalische Unterstützung, während Spenden für eine Hilfsorganisation gesammelt wurden.

Drei Jahre lang fehlte pandemiebedingt dieses Bild in Jülich: Rund 1000 Kinder und Jugendliche aus acht Schulen versammelten sich auf dem Marktplatz, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Eine der beiden Klassen aus dem Berufskolleg war eine ukrainische Klasse, denn: „Leider gibt es inzwischen einen Krieg mehr“, wie Dezernentin Doris Vogel es auf den Punkt brachte.

„Wie toll ist das denn? So ein Friedenslauf mitten in der Stadt!“ begeisterte sich Theaterpädagogin Heike Werntgen, die mit Kika-Moderator Fulgenico Morente Gómez, bekannt als Fug, schwungvoll durch das Vorprogramm zum neunten Jülicher Friedenslauf führte. „Unsere Schülerinnen und Schüler sind einfach nur klasse“, ließ Vogel, die gemeinsam mit Bürgermeister Axel Fuchs den Schirm über die Veranstaltung hielt, ihren Gefühlen für den freiwilligen Einsatz freien Lauf.

Die gemeinsame Schulband der Schirmerschule und Musikschule brach das Eis auf der Bühne am Marktplatz. Mit einem gelungenen Rap in deutscher Sprache, begleitet vom Gitarrenspiel und diversen Drums, zeigten eine Reihe von Schülerinnen und Schülern, was sie musikalisch „so drauf haben“.

Heike Werntgen leitete das motivierte Teilnehmerfeld zum korrekten Auflockern und Stretchen an, bevor um Punkt 10 Uhr der Startschuss für den Friedenslauf zugunsten der Arbeit des Forums Ziviler Friedensdienst (Forum ZFD) ertönte, das sich auf zivilgesellschaftlicher Ebene national und international in der Ukraine, im Nahen Osten und weltweit einsetzt. Die Friedensprojekte fördern eine gewaltfreie Konfliktberatung durch Dialog, Vermittlung und Versöhnung.

Hoch motiviert starteten die Läuferinnen und Läufer unter dem Motto „Frieden durch Freundschaft“ ihren 75-Minuten-Lauf über die Kleine Rurstraße, Grünstraße, Raderstraße, Kapuzinerstraße, Baierstraße, Köln- und Stiftsherrenstraße und wieder zurück zum Marktplatz. Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte hatten im Vorfeld selbst ihre Spenden zugunsten der Friedensarbeit organisiert.

 Begeisterung beim Start am Marktplatz: 1000 Schülerinnen und Schüler aus acht Schulen setzen sich für den Frieden ein.
Begeisterung beim Start am Marktplatz: 1000 Schülerinnen und Schüler aus acht Schulen setzen sich für den Frieden ein. Foto: Silvia Jagodzinska

Einige dieser Sponsoren unterstützten auch die Organisatoren beim Auf- und Abbau, als Streckenposten oder beim Verteilen von fairen Äpfeln oder Bananen und Trinkwasser, das in die jeweils eigenen Trinkflaschen des Läuferfelds gegeben wurde. Die Lehrer trugen die jeweils gelaufenen Runden in die Sponsoringkarten ein. Die zugesagten Beträge werden auf das Spendenkonto des Forum ZFD überwiesen.

Das Forum ZFD arbeitet schon seit Jahren mit ukrainischen Organisationen in Odessa zusammen, auch in Schulen. Den Schulbesuch in den umkämpften Städten und Regionen zu ermöglichen, zählt zu den Prioritäten der Projektarbeit. Die Familien in Sicherheit zu bringen, ihre Not zu lindern und Kriegserlebnisse zu verarbeiten helfen, steht ganz oben auf der Prioritätenliste.