Jülich: Rund 1000 Pferde tummeln sich im Reitstadion an der Rur

Jülich: Rund 1000 Pferde tummeln sich im Reitstadion an der Rur

Die Schwestern Michelle und Chantal Bleilevens, immer für schnelle Ritte gut, waren Donnerstagnachmittag zum Auftakt des Springturniers im Jülicher Stadion an der Rur nicht zu schlagen.

Auf Bonito gewann Michelle die erste Abteilung des L-Springens, Chantal, die nur 1,08 Sekunden langsamer war, auf Upgray die zweite. Und den Erfolg der Reiter aus Heinsberg komplettierte Nicole Prell, die auf Finja die dritte Abteilung gewann.

Alljährlich Ende April/Anfang Mai blicken die Reiter der Region nach Jülich. Denn der Reit- und Fahrverein Jan von Werth Jülich richtet auf den herrlich an der Rur gelegenen Wiesen alljährlich sein großes Reitturnier aus. Aufgrund der hohen Nennungszahlen schon seit Donnerstag und noch bis einschließlich Sonntag sind hier die Springreiter aktiv, das kommende Wochenende ist dann den Dressurreitern vorbehalten.

„Wir empfangen an diesem Wochenende 1000 Pferde, und in der kommenden Woche zur Dressur noch einmal 450 Vierbeiner“, verriet Turnierleiter Matthias Wickrath. „Das ist eins der größten Turniere, die wir je veranstaltet haben.“ Der gute Ruf, die gute Organisation und vor allem „das wieder einmal sehr gute Geläuf, auf das die Springreiter viel Wert legen“, haben sich herumgesprochen.

„Schon im vergangenen Jahr haben wir das Angebot auf drei S-Springen aufgestockt, das hat sich bewährt.“ So haben viele bekannte Reiter aus dem Rheinland ihr Kommen zugesagt, darunter auch Gilbert Tillmann (Grevenbroich), der 2013 auf Hello Max das Hamburger Springderby gewonnen hatte.

18 Springen von der Klasse E bis zur höchsten Klasse S wurden insgesamt ausgeschrieben. Der Freitagvormittag ist ab 10 Uhr den jungen Pferden vorbehalten, die in speziellen Prüfungen und unterteilt nach Altersklassen ihre Qualitäten zeigen können. Höhepunkt ist das S-Springen mit Joker um 14.30 Uhr.

Am Samstag geht es um 9.30 Uhr weiter. Dabei bietet das Programm für fast jeden etwas, denn der Boden spannt sich vom A-Springen bis zum schweren Springen, das um 16 Uhr „angepfiffen“ wird. Auch an die älteren Reiter wurde gedacht, für sie startet der Sonntag mit einer Ü 30-Prüfung. Das S-Springen mit Siegerrunde ist der Abschluss unter die Turniertage der Springreiter.

Doch schon Samstag in einer Woche erwarten Turnierleiter Matthias Wickrath und sein Team die Dressurreiter aus der Region, für die insgesamt elf Prüfungen — zusätzlich findet eine Führzügelklasse am Springsonntag statt — ausgeschrieben wurden.

(rau)
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