Aldenhoven: Römerpark: „Zaun der Erinnerung“ wird stetig länger

Aldenhoven: Römerpark: „Zaun der Erinnerung“ wird stetig länger

Den ersten Lebensabschnitt haben sie einige Jahre mit vielen anderen Kindern in dieser Einrichtung verbracht. In wenigen Tagen geht er zu Ende. Und nach den Sommerferien treten sie als „ABC-Schützen“ in der Grundschule an. Diesen Weg sind vor ihnen viele Kinder gegangen und werden noch viele in der Zukunft gehen. Auf besondere Weise nehmen die „Schulkinder“ von ihrem „Kindergarten am Römerpark“ Abschied.

Das eingeschossige Gebäude und der große Garten waren ihr Umfeld. Hier haben sie und auch ihre Eltern mitgearbeitet. Jeder hatte seinen Anteil am gemeinschaftlichen Leben. Ihre enge Bindung an dieses „Zuhause“ haben sie auf eine ganz besondere Weise kundgetan. Jedes „Schulkind“ hinterlässt zum Abschied ein kleines Stück Zaun, ein breites Brett, etwa zwei Meter hoch, versehen mit seinem eigenen Logo und dem Namen. Seit drei Jahren wird das so praktiziert.

Die Schreinerei Franken in Niedermerz stellt alljährlich ihre Werkstatt für die Väter zur Verfügung, die mit den Kids die Erinnerungsstücke herstellen. Deren Oberteile zieren meist kleine Kunstwerke, etwa Marienkäfer, Elch oder Eichhörnchen. Inzwischen ist dieser „Zaun der Erinnerung“ schon etwa 20 Meter lang. Den Anfang bildete vor vier Jahren ein Totem-Pfahl, der neben dem Eingang aufgestellt wurde. Alle Kunstwerke sind Erinnerungen an die schöne Kindergarten-Zeit, die keiner missen möchte.

(gre)