Rödingen: Rödinger Theaterprojekt mit reichlich Beifall belohnt

Rödingen : Rödinger Theaterprojekt mit reichlich Beifall belohnt

20 Kinder bauten vor blauem Sternenhimmel Raketen, stiegen ein, schwirrten durchs Weltall und lernten fremde Planetenbewohner kennen. Die bösen Monster unter ihnen zähmten sie mit Schokolade vom Schokoladenplaneten, kuschelten sich schließlich aneinander und tranken gemeinsam Kakao.

Das ist in groben Zügen die Handlung der sehr gut besuchten Abschlussvorstellung zum Thema „Weltall“ im Rahmen des interkulturellen Kinder- und Theaterprojekts „Schaffung von Gemeinschaft über Sprachgrenzen hinweg“ in der Alten Schule Rödingen unter Trägerschaft des gleichnamigen Fördervereins. Auch in der im November an den Start gegangenen Projektgruppe trafen sich Kinder aus ihnen fremden Kulturen und bildeten eine Gemeinschaft.

Solche, die „schon ganz lange in der Gemeinde Titz wohnen und gut Deutsch sprechen“ und andere, die „erst ganz kurz hier wohnen und schlecht Deutsch können“. So drückte sich Organisatorin Maria Hintzen-Muckel in ihrer Begrüßung aus. In ihrer Abschlussvorstellung „wollten die Kinder unbedingt zeigen, was sie sich beim Spielen ausgedacht haben“, ergänzte sie. Den nach ihren Vorstellungen niedergeschriebenen Begleittext trugen die drei Theaterpädagoginnen Katrin Döring, Stefanie Hakvoort und Krysztina Winkel zur eingespielten Weltall-tauglichen Musik vor.

„Erst das linke Bein, dann das rechte Bein und husch...“, diese Worte waren charakteristisch für die flotte Handlung, in der strahlende Kinder mit Leuchtringen an den Handgelenken durchs imaginäre Weltall schwebten und ihre Abenteuer erlebten. Ausdrucksformen waren Mimik, Gebärden und Geräuschimitationen, etwa die des niederprasselnden Regens durch Klatschen und Rasseln.

Sicher zweifelte niemand aus dem internationalen Publikum daran, dass die in Szene gesetzten Ereignisse reine Kinderfantasien sind. So spielte auf „einem anderen Planeten eine junge Frau mit einem Portemonnaie, und ein wilder Löwe riss ihr das Portemonnaie aus der Hand“.

Der herbeieilende Nikolaus entriss seinerseits der Raubkatze die Geldbörse, und die junge Frau kaufte von ihrem Geld Süßigkeiten für alle. Nach bestandenen Abenteuern beschlossen die Aufführenden, wieder zur Erde zurückzufliegen und sprachen die einzigen Sätze der Handlung — mit und ohne Akzent.

Ein Beispiel: „Ich möchte wieder auf die Erde, weil ich meine Familie vermisse“. Dann schwebten sie in einer Art Polonaise durch den Saal und drückten in ihrer temperamentvollen Abschlussszene tanzend, hüpfend und turnend ihre Freude aus.

Die vielen sichtlich bewegten Erwachsenen spendeten jede Menge Applaus. Organisatorin Maria Hintzen-Muckel erhielt von den Kindern ein recht professionell gezeichnetes Bild mit einer startenden Rakete in farblicher Harmonie als Dankeschön, versehen mit den Namen der Kinder und Theaterpädagoginnen.

Lang war die Namensliste derer, bei denen sich die Organisatorin durch die Kinder mit jeweils einer weißen Rose bedankte.

Mit Hilfe der Eltern hatte die Projektgruppe ein Büffet mit Kuchen und herzhaften Häppchen hergerichtet und lud zu Speis‘ und Begegnung ein.

(ptj)