Broich: Relikte aus einer vergangenen Epoche

Broich: Relikte aus einer vergangenen Epoche

Im Rahmen des traditionellen Oktoberfestes, veranstaltet von der SV Frankonia Broich, gab es auch eine kleine, aber feine und interessante Ausstellung mit steinzeitlichen Fundstücken aus Broich, Jülich und Umgebung. Robert Claßen und Rolf Peter Gawel wollten der Bevölkerung einmal die Geschichte der Heimat näherbringen und auch ein wenig dafür sensibilisieren.

„Nur wer seine Heimat und Ursprünge kennt, kann sich mit ihr auch identifizieren”, glauben die Initiatoren. Mehrere hundert Relikte der Vergangenheit haben Claßen und Gawel für diese Ausstellung zusammengestellt. Unterstützt wurden sie von dem Archäologen Jürgen Weiner, der auch für das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege tätig ist.

Es war auch ein Anliegen der Aussteller, einmal zu zeigen, dass die Menschen der Steinzeit nicht nur die „unberechenbaren Wilden” waren, sondern bereits 120000 vor Christus (Altsteinzeit) gezielte Jagd- und Sammelwirtschaft betrieben. In der Jungsteinzeit entwickelten sich Handwerk und Landwirtschaft. Relikte wie Knochen, Holz und Leder waren im Verlauf der Jahrtausende vergänglich und so blieben fast nur Steinfunde als Nachweis für die Entwicklung der Menschen.

Besucher der Broicher Bürgerhalle hatten am Sonntag die Gelegenheit, unter anderem Beilklingen, Mahl- und Feuersteine sowie Schaber zu betrachten und sich Herkunft und Fundort von Fachleuten erklären zu lassen.

„Ich halte Aktionen wie diese Ausstellung für sehr sinnvoll”, sagte Weiner, der bemüht ist, die Bürger für die (Orts-)Geschichte zu begeistern. Mit einigen Fotos aus der Broicher Vorkriegszeit machte Claßen darauf aufmerksam, dass er ein Ortsarchiv aufbauen möchte. Hierfür sucht er alte Ansichtskarten und alte Fotos, die er dann sorgfältig reproduzieren möchte. Wer Robert Claßen unterstützen möchte, kann sich mit ihm unter 02461/938455 in Verbindung setzen.

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