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Inden/Altdorf: Ranzen packen für Pier oder Lucherberg?

Inden/Altdorf : Ranzen packen für Pier oder Lucherberg?

Die Diskussion um die Einschulung des kommenden ersten Schuljahres der Gemeinschaftsgrundschule Inden-Süd lodert zwar nicht mehr offen, aber sie schwelt noch immer.

Entweder sollen die Kinder der künftigen ersten Klasse am Schulstandort Pier oder Lucherberg eingeschult werden - soweit die Maßgabe des Schulamtes auf Grund der insgesamt rückläufigen Schülerzahlen.

Nun wurde im Hauptausschuss der Gemeinde über einen Antrag der Eltern beraten: In diesem fordern sie entgegen dem damaligen Ratsbeschluss für Pier (seinerzeit mit fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung mehrheitlich angenommen) die Einschulung in Lucherberg.

So hatte auch der erste Beschlussentwurf im Schulausschuss irgendwann einmal ausgesehen, bevor man ein „deutliches Zeichen Richtung Pier” setzen wollte. Die Elterninitiative plädiert jedoch dafür, genau diese Entscheidung noch einmal zu überdenken.

Ähnlich sieht das die SPD-Fraktion - und steht damit relativ allein. Die übrigen bleiben nämlich grundsätzlich bei ihrer damals schon vertretenen Meinung und sehen eigentlich keinen weiteren Diskussionsbedarf.

Eindeutiges Votum

Allerdings geht die Sache dennoch ein weiteres Mal in den Rat, denn die Fraktionen wollen von der SPD nun endlich ein deutliches Votum pro Pier oder pro Lucherberg hören. Deswegen enthielten sich CDU und Grüne bei der Abstimmung, ob die Sachlage im Rat noch einmal erörtert werden soll, geschlossen.

Die Elterninitiative argumentiert gegen die geplante Einschulung in Pier neben den Schülerzahlen, die ab 2005 für Lucherberg sprechen, mit einem zu erwartenden Klassenlehrertausch, einem unnötigen Ortswechsel (per Gesetz sollen ab dem nächsten Jahr die Schulneulinge im ersten und zweiten Schuljahr gemeinsam unterrichtet werden), der besseren Raumausstattung des Schulgebäudes in Lucherberg und nicht zuletzt mit der Tatsache, dass durch die Umsiedlung des Ortes Pier ohnehin ein Schulortswechsel wird stattfinden müssen. Diesen Argumenten fügten sie eine Liste mit 56 Unterschriften von betroffenen Eltern bei.

Nun wollen die Politiker aber von ihrem Standpunkt (pro Pier) nicht so einfach abweichen, denn man habe sich seinerzeit diese Entscheidung nicht leicht gemacht und es gebe dafür ebenfalls gute Gründe. Man darf also auf die kommende Ratssitzung Mitte Juli gespannt sein.